Schäfchen freuen sich im Bad Windsheimer Freilandmuseum über Streicheleinheiten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.05.2026 20:09

Schäfchen freuen sich im Bad Windsheimer Freilandmuseum über Streicheleinheiten

Ein beliebtes Fotomotiv sind die Schafe in den Pferchen. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ein beliebtes Fotomotiv sind die Schafe in den Pferchen. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ein beliebtes Fotomotiv sind die Schafe in den Pferchen. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Gut 40 Meter lang war die Besucherschlange vor dem Eingang des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim am Samstag zeitweise. Dort fand der vor allem bei Kindern beliebte Tag der Museumstiere statt.

Gleich zu Beginn stellte sich die Frage: Soll man sich einer der Führungen anschließen, oder doch selbst loslaufen? Viele Besucherinnen und Besucher haben beides miteinander verbunden. Zunächst ging es in Richtung Schafscheune. Die drei Hütehunde, die entspannt im Gras lagen, ließen die kleine Schafherde am Hang des Museumshügels keinen Moment aus den Augen. Die Gäste konnten sie dann aber auch bei ihrer Arbeit beobachten.

Wenige Meter weiter, direkt am Gatter vor der Scheune, drängten sich rund 30 Kinder, dahinter Eltern und Großeltern. Zu sehen war, wie ein Schaf geschoren wird. Ein richtig großer Ballen Wolle blieb nach der professionellen „Rasur“ zurück. Blökend sprang das Schaf nach der fünfminütigen Aktion davon.

Heu für die Fuchsschafe, Lammbratwurst für die Gäste

In unmittelbarer Nachbarschaft wurden hungrige Gäste mit Bio-Lammbratwürsten verköstigt. Viel interessanter für den Nachwuchs waren aber die kleinen Lämmer und die Pferche, in denen verschiedene Rassen zu sehen waren. Mit Heu wurden die Fuchsschafe angelockt. Im nächsten Abteil standen ganz weiße Tiere mit schwarzen Augenringen – Brillenschafe. Die aus Tirol stammende, seltene Haustierrasse mit der schwarzen Zeichnung um die Augen gehört zu den Hochgebirgsschafen und ist bestens an die rauen Klimabedingungen angepasst, ist dort zu erfahren.

Rund um die Schäferei aus Hambühl boten Direktvermarkter ihre Produkte aus Schafwolle an. An Informationsständen der Arbeitsgemeinschaft „Border Collie Deutschland” oder der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Fuchsschafzüchter wurden den Neugierigen fachkundige Antworten auf ihre Fragen gegeben.

Ochsen ziehen den Gummiwagen über das Gelände

Nicht nur Schafe sind im Museum untergebracht, auch die Triesdorfer Tiger, eine vom Aussterben bedrohte Rinderrasse, sind auf der Weide zu sehen. Neugierig kamen die Tiere ans Gatter und holten sich gerne Streicheleinheiten von den Kindern ab. Das Ochsengespann zog einen Gummiwagen über das Gelände. Ein Anblick, der früher in jedem Dorf Alltag war.

Zeitgleich fand der Tag des dörflichen Handwerks statt. Ob Vorführungen am Webstuhl, in der Schmiede, beim Büttner oder beim Müller – es gab spannende Einblicke in Berufe, und wie diese früher ausgeübt wurden.

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