Alle waren sich einig: Planung und Realisierung des Anbaus im Bereich der Galvanik wurden im Rekordtempo vollzogen. So konnten die Verantwortlichen von TE Connectivity im Werk in Dinkelsbühl-Sinbronn zufrieden das rote Band zerschneiden. Der Erweiterungsbau ist eröffnet.
12,6 Millionen Euro hat das Unternehmen in das Projekt Greenfield North Extension investiert. Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer erinnerte daran, dass bereits zweieinhalb Wochen nach der Bauanfrage im Bauausschuss des Stadtrats das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde.
Werksleiter Markus Zitt ließ den Entstehungsprozess Revue passieren: Die Planungsphase habe sich über ein Jahr erstreckt, die Bauphase über anderthalb Jahre. Dabei habe man ein Tempo an den Tag gelegt, das man nur „aus China gewöhnt“ sei, wie Markus Zitt vor der Eröffnung sagte.
Er erinnerte an die großen Herausforderungen, die der Ausbau mit sich brachte. So musste etwa der bestehende Turm am Galvanik-Gebäude abgebaut werden. Grundsteinlegung war im Dezember 2022. Im Februar 2023 wurde mit den Hochbauarbeiten begonnen. Ab September wurde die erste Galvanik-Linie eingebaut. „Die Tests sind gut gelaufen, die Bäder sind gefüllt“, sagte der Werksleiter.
Plantdirektor Lukas Hlava erinnerte an einige lange Schichten und schwierige Nächte während der Bauphase und dankte seinem Team, das schließlich doch alles geschafft habe.
In der Plating-Abteilung werden die Kontakte, die in den nachfolgenden Prozessschritten zu Steckverbindern für die Automobilbranche verarbeitet werden, mit leitfähigen Materialien wie Gold oder Silber beschichtet. Dieser Prozess zielt darauf ab, eine optimale Leitfähigkeit zu erzielen und somit die Funktionalität der Steckverbinder zu verbessern. Der Standort Sinbronn ist nach Angaben des Unternehmens ein wichtiges Kompetenzzentrum mit Forschung an neuen Verfahrensweisen und Optimierung der Prozesse und Ressourcennutzung im Bereich der Oberflächenbeschichtung.
Im Gespräch mit der FLZ erläuterte Lukas Hlava, dass die derart mit Gold oder Silber beschichteten Stecker, die allesamt in Autos verbaut werden, bis zu 30 Jahre gegen Korrosion geschützt seien. „Alles, was wir hier machen, geht in den Automobilbereich“, sagte Lukas Hlava. Vom Ende des Verbrennermotors sind die Galvaniseure nicht betroffen. Ob für Infotainment oder die Navigation des Autos – Stecker für Kabelverbindungen werden auch in Elektro-Fahrzeugen gebraucht. Insofern spricht der Plantdirektor mit Blick auf die neuen Galvanik-Linien im Werk in Sinbronn von einem zukunftsträchtigen Projekt.