Regionalexpress Nürnberg–Würzburg wird neu vergeben: Was Fahrgäste erwartet | FLZ.de

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Regionalexpress Nürnberg–Würzburg wird neu vergeben: Was Fahrgäste erwartet

Auf dem RE10 zwischen Nürnberg, Neustadt/Aisch und Würzburg sollen ab 2029 andere Züge mit mehr Platz fahren. Bei der Ausschreibung gewinnt das beste Angebot. (Foto: Johannes Hirschlach)
Auf dem RE10 zwischen Nürnberg, Neustadt/Aisch und Würzburg sollen ab 2029 andere Züge mit mehr Platz fahren. Bei der Ausschreibung gewinnt das beste Angebot. (Foto: Johannes Hirschlach)
Auf dem RE10 zwischen Nürnberg, Neustadt/Aisch und Würzburg sollen ab 2029 andere Züge mit mehr Platz fahren. Bei der Ausschreibung gewinnt das beste Angebot. (Foto: Johannes Hirschlach)

Mehr Platz für Reisende, neue Züge und WLAN: Das können Fahrgäste im Regionalexpress Nürnberg–Neustadt/Aisch–Würzburg ab Dezember 2029 erwarten. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat am Freitag die Ausschreibung für diese und weitere Linien gestartet und fordert dafür die genannten Verbesserungen.

Die BEG finanziert, plant und kontrolliert den Regionalverkehr auf Bayerns Schienen. Dazu sind regelmäßige Ausschreibungen für den Zugverkehr vorgesehen. Die Strecke Nürnberg–Würzburg soll nun von 2029 bis 2041 im Rahmen des „Regionalverkehrs Mainfranken” neu vergeben werden, heißt es in einem Presseschreiben. Bislang betreibt die Deutsche Bahn alle Linien dieses Pakets.

Auf dem RE10 sollen andere Regionalzüge fahren

Die BEG will die Strecken in zwei Losen vergeben: eines für Expresszüge, eines für die neu einzurichtende „Regio-S-Bahn Mainfranken”. Möglich sind also unterschiedliche Betreiber. Der Zuschlag soll Mitte 2025 fallen.

Der RE10 zwischen Nürnberg und Würzburg gehört zusammen mit den Expresszügen Würzburg–Frankfurt und Würzburg–Bamberg zu Los 1. Bewerben dürfen sich laut BEG für dieses Los Nahverkehrsbetreiber mit Fahrzeugen ab einem Baujahr von 2015.

Früher als Franken-Thüringen-Express unterwegs, wie hier in Erlangen – ab Dezember dann als S-Bahn nach Neustadt/Aisch: ein Triebzug der Baureihe 442. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Früher als Franken-Thüringen-Express unterwegs, wie hier in Erlangen – ab Dezember dann als S-Bahn nach Neustadt/Aisch: ein Triebzug der Baureihe 442. (Archivbild: Johannes Hirschlach)

Die „Hamster” kommen: Frische S-Bahn-Züge für die S6 nach Neustadt

Die Deutsche Bahn ersetzt zum Fahrplanwechsel auch den Fahrzeugtyp zwischen Nürnberg und Neustadt/Aisch – von „deutlich höherem“ Komfort ist die Rede.

Damit sind die bisher auf dem RE10 eingesetzten Triebzüge außen vor, auch wenn die DB die Ausschreibung gewinnen würde. Sie wurden Ende der 2000er Jahre gefertigt. Denkbar wären demnach aber die neueren doppelstöckigen „Twindexx”-Züge, wie sie die DB bereits in Teilen Mainfrankens einsetzt. Genauso wäre aber eine Privatbahn als Betreiber möglich, sollte diese das bessere Angebot vorlegen. Ähnlich lief es zuletzt 2022, als Go-Ahead (heute Arverio) die Deutsche Bahn zwischen Würzburg, Ansbach und Treuchtlingen ablöste.

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Für die Expresszüge über Neustadt fordert die BEG außerdem „mehr Sitzplatzkapazitäten auf der stark nachgefragten Linie”. Kostenfreies WLAN soll ebenfalls bereitgestellt werden.

Regio-S-Bahn Mainfranken: Neustädter Landkreis bleibt außen vor

In Los 2 sind weitere Linien enthalten, die künftig als „Regio-S-Bahn” rund um Würzburg fahren sollen. Darunter sind die jetzigen Regionalbahn-Strecken Würzburg–Kitzingen, Jossa–Würzburg–Marktbreit und Würzburg–Bamberg. Das soll den Takt erhöhen und langfristig höhere Standards setzen. Weitere Linien sollen folgen.

Der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim bleibt dabei aber – anders als bei der S-Bahn Nürnberg – auch langfristig außen vor. Wie die BEG auf FLZ-Anfrage mitteilt, gebe es in den bisherigen Planungen und Studien keine Bestrebungen, die Regio-S-Bahn über Kitzingen hinaus bis etwa Markt Bibart oder Neustadt zu verlängern. Selbiges gilt für die Regio-S-Bahn nach Marktbreit. Laut BEG bestünden keine Überlegungen, diese bis Uffenheim oder Ansbach auszuweiten. Solche Ansätze hatte vor einiger Zeit der Fahrgastverband Pro Bahn und der Verkehrsclub Deutschland ins Spiel gebracht.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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