Die „Hamster” kommen: Frische S-Bahn-Züge für die S6 nach Neustadt | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 08.11.2024 07:20

Die „Hamster” kommen: Frische S-Bahn-Züge für die S6 nach Neustadt

Früher als Franken-Thüringen-Express unterwegs, wie hier in Erlangen – ab Dezember dann als S-Bahn nach Neustadt/Aisch: ein Triebzug der Baureihe 442. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Früher als Franken-Thüringen-Express unterwegs, wie hier in Erlangen – ab Dezember dann als S-Bahn nach Neustadt/Aisch: ein Triebzug der Baureihe 442. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Früher als Franken-Thüringen-Express unterwegs, wie hier in Erlangen – ab Dezember dann als S-Bahn nach Neustadt/Aisch: ein Triebzug der Baureihe 442. (Archivbild: Johannes Hirschlach)

Der „Quietschie” weicht dem „Hamster”: Die Deutsche Bahn (DB) will ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auf der S-Bahn-Linie 6 von Nürnberg nach Neustadt/Aisch andere Fahrzeuge einsetzen. Statt der Baureihe 425 (im Bahnjargon wegen seines Fahrgeräuschs oft als besagter „Quietschie” tituliert), sollen Triebzüge der Reihe 442 fahren. Die haben sich ihren tierischen Spitznamen über die dicken Front-”Backen” verdient, in denen Crash-Elemente stecken.

Den Wechsel hatte die Bahn bereits seit der Einführung der S6 für den Fahrplanwechsel 2024/25 geplant. Die Bayerische Eisenbahn-Gesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr im Freistaat finanziert und koordiniert, spricht von einem „deutlich höheren Fahrkomfort” durch die moderneren „Hamster”. Vor allem soll mit ihnen nun ein höhengleicher Einstieg an barrierefrei ausgebauten Bahnsteigen möglich sein. Prägnant sind auch die großen Fenster im Fahrgastraum.

Die BR 442 bildet das Rückgrat der S-Bahn Nürnberg

Nach Angaben der DB sollen die Züge dem auf den anderen Linien üblichen Standard der S-Bahn Nürnberg entsprechen. Die Baureihe bildet bereits seit Jahren das Rückgrat des Netzes. Insgesamt seien für die S6 fünf dreiteilige Züge und ein Vierteiler vorgesehen. Von Montag bis Freitag sollen weiterhin überwiegend zwei Einheiten zu einem Zug zusammengekoppelt verkehren.

Neu sind die Fahrzeuge aber nicht: Sie stammen aus dem ehemaligen Kontingent des Franken-Thüringen-Expresses und sind damit rund zwölf Jahre alt, wie die Bahn auf FLZ-Anfrage mitteilt. Dafür gibt's eine Schönheitskur: „Neben einer Neulackierung der dreiteiligen Fahrzeuge wird der Innenraum auf den S-Bahn-Standard angepasst”, verspricht eine Bahnsprecherin.

Damit ergibt sich für Fahrgäste auch eine optische Aufwertung. Den immer wieder großflächig besprühten und beschmierten Zügen der Baureihe 425 spendierte die DB seit Monaten keinen Neulack mehr. Immerhin stehe die Ablösung der Fahrzeuge zeitnah bevor, hieß es im Februar.

Das könnte Sie auch interessieren
Auf der S6 (Nürnberg-Neustadt/Aisch) sind viele Züge graffitibeschmiert. Teile des Farbauftrags wurden auf unseren Aufnahmen unkenntlich gemacht, um den Wiedererkennungswert zu schmälern. (Foto: Johannes Hirschlach)
Auf der S6 (Nürnberg-Neustadt/Aisch) sind viele Züge graffitibeschmiert. Teile des Farbauftrags wurden auf unseren Aufnahmen unkenntlich gemacht, um den Wiedererkennungswert zu schmälern. (Foto: Johannes Hirschlach)

S6 nach Neustadt: Ist das Bayerns „versiffteste” S-Bahn?

Gigantische Graffiti, ermüdete Elektronik, lädierter Lack: Der äußere Zustand der Triebzüge sticht ins Auge. Die DB hat eine lückenhafte Erklärung.

Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
north