Professor Dr. Hirte: Zwischen dem Kriminalmuseum Rothenburg und der Schiller-Uni | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.10.2025 11:25

Professor Dr. Hirte: Zwischen dem Kriminalmuseum Rothenburg und der Schiller-Uni

Das Mittelalterliche Kriminalmuseum gab schon immer viel her für Forschung. Künftig dürften die Verbindungen noch enger werden. (Foto: Jürgen Binder)
Das Mittelalterliche Kriminalmuseum gab schon immer viel her für Forschung. Künftig dürften die Verbindungen noch enger werden. (Foto: Jürgen Binder)
Das Mittelalterliche Kriminalmuseum gab schon immer viel her für Forschung. Künftig dürften die Verbindungen noch enger werden. (Foto: Jürgen Binder)

Das Mittelalterliche Kriminalmuseum hat seit jeher eine enge Verbindung zum Wissenschaftsbetrieb, indem es beispielsweise Studienarbeiten fördert. Zusätzlich mit Leben gefüllt wird diese Nähe nun vom Leiter: Dr. Markus Hirte hat eine Honorarprofessur an der Uni Jena angenommen. Am Mittwoch hielt er dort seine Antrittsvorlesung.

Mit dabei war eine Delegation aus Rothenburg, darunter Erich Landgraf und Hirtes Vorgänger als Museumsleiter, Dr. Karl-Heinz Schneider. Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Professor Dr. Christian Ohler, wies, wie aus einer Pressemitteilung über die Veranstaltung hervorgeht, in seiner Begrüßung auf Wert und Bedeutung der Institution des Honorarprofessors hin: Wenn man auch sage, es sei ein „Titel ohne Mittel”, so würde auf dieser Basis Wissen und Erfahrung aus der Praxis an die Studierenden weiter gegeben, meinte er. Die Funktion eines Honorarprofessors werde von Persönlichkeiten wahrgenommen, die, im Beruf stehend, Erfahrungen weitergeben könnten.

Der berühmte Namensgeber stand 1789 vorne

In seiner Vorlesung zum Thema „Der Schatz in der Strafrechtsgeschichte” erläuterte Professor Dr. Hirte die rechtliche Behandlung der Schatzfunde von der Antike bis in unsere Tage. Einleitend wies er darauf hin, dass Friedrich Schiller am 26. Mai 1789 in Jena seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?” gehalten hatte. Eine gewisse Parallelität ergebe sich, wenn man in den Titel den Begriff „Rechtsgeschichte” einsetze, so Hirte.

An der bisherigen Aufgabe ändert sich nichts

An seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Geschäftsführer des Mittelalterlichen Kriminalmuseums werde sich durch die künftigen Verpflichtungen in Jena nichts ändern, hieß es. Die Erfahrungen, die aus seiner Tätigkeit als Museumsleiter resultierten, wolle er aber für Studierende in Jena nutzbar machen. Da Hirte sich zugleich forschend mit den Praktiken der Rechtspflege in der Geschichte befasse, sei er „prädestiniert für die Vermittlung” solcher Kenntnisse.

Das Kriminalmuseum war bereits in der Vergangenheit Ausbildungsort für Forschende und Studierende. Diese Möglichkeit werde durch Hirtes neue Funktion sicher noch intensiver genutzt werden können. Die ständig wachsenden Besuchendenzahlen des Kriminalmuseums belegen die Bedeutung dieser wissenschaftlich geführten Einrichtung.


Von bi
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