Neues Solarportal im Landkreis Ansbach kommt gut an | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.06.2023 13:47

Neues Solarportal im Landkreis Ansbach kommt gut an

Kraftwerk auf dem Dach: Photovoltaikanlagen amortisieren sich in Zeiten hoher Strompreise meist recht schnell. (Archivbild: Bastian Lauer)
Kraftwerk auf dem Dach: Photovoltaikanlagen amortisieren sich in Zeiten hoher Strompreise meist recht schnell. (Archivbild: Bastian Lauer)
Kraftwerk auf dem Dach: Photovoltaikanlagen amortisieren sich in Zeiten hoher Strompreise meist recht schnell. (Archivbild: Bastian Lauer)

Mit einer Vielzahl von Aktionen trägt Lena Schwarzfischer dazu bei, das integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises umzusetzen. Im Umweltausschuss des Kreistags gab die Klimaschutzmanagerin jetzt einen Überblick darüber, was bisher passiert ist.

In der aktuellen Umsetzungsphase laufe die Förderung noch bis April 2025, erläuterte sie. In dieser Zeit stehen 18 Maßnahmen auf dem Programm, zu denen schon viele Meilensteine erreicht wurden. Zuletzt wurde im Mai das Solarportal freigeschaltet, in dem man prüfen kann, ob sich Dächer im Landkreis für eine Photovoltaikanlage eignen. Dafür wurde ein per Flugzeug erfasstes Oberflächenmodell mit digitalen Gebäudegrundrissen kombiniert.

Zwei Infoabende sind im Juli geplant

Am Montag, 10. Juli, und Dienstag, 25. Juli, finden jeweils um 19 Uhr Online-Infoabende zur bereits jetzt sehr gefragten Anwendung statt. Dafür ist es eine Anmeldung unter www.landkreis-ansbach.de, per Telefon unter 0981/468-1030 oder per Mail an klimaschutz@landratsamt-ansbach.de nötig.

Aus den Reihen der Kreisräte gab es viel Zustimmung zu dieser Arbeit. „Man sieht, es tut sich was“, meinte Helmut Schnotz (CSU). Das liege daran, dass man einen Kümmerer habe. Friedrich Zinnecker (FW) stellte die Frage, ob der Landkreis eigene Dachflächen, die momentan für Solaranlagen verpachtet sind, auf Photovoltaik in eigener Regie umstellen wolle. Dies hänge vom Einzelfall ab, antwortete Landrat Dr. Jürgen Ludwig (CSU). Sinnvoll sei dies, wenn eine Eigenstromnutzung möglich ist. Die Verwaltung werde die Angelegenheit prüfen.

Von den Aktivitäten gehen Impulse aus

Michael Sommer (CSU) zeigte sich dankbar für die Impulse, die von den Klimaschutzaktivitäten ausgehen. Zum Beispiel seien die Broschüren bei Bürgerversammlungen gefragt. Auch die Social-Media-Inhalte seien attraktiv.

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Isabella Hirsch (Grüne) meinte, es habe sich gezeigt, dass ein Kümmerer nötig sei. Die Nachfrage nach dem Solarkataster sei überraschend hoch. Sie hofft, dass auch der reale Zubau auf den Dächern voranschreitet. „Klimaschutz ist auch, Dinge zu lassen“, meinte sie ergänzend mit Bezug auf den Flächenverbrauch und den Konsum.

Hirsch fragte zudem nach der Entwicklung der Teilnehmerzahlen bei der Aktion „Stadtradeln“, an der der Landkreis heuer zum zweiten Mal teilnimmt. Die Zahlen seien steigend, sagte Schwarzfischer dazu. Überschneidungen mit ähnlichen kommunalen Aktionen seien aber nicht immer zu vermeiden.

Eine weitere Anfrage von Isabella Hirsch bezog sich auf die geplante Hackschnitzelheizung, die künftig im Landratsamt für Wärme sorgen soll. Kreis-Wirtschaftsförderer Thomas Merkel erläuterte, dass ein entsprechender Förderantrag zwar gestellt, aber noch nicht bewilligt sei. Man könne jederzeit auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Im Moment wird auf Anregung des Bau- und Verkehrsausschusses eine Nahwärme-Zusammenarbeit mit dem Bezirk und mit Nachbarn wie der Luitpoldschule geprüft.

Johannes Schneider (CSU) lobte insbesondere das Solarportal. Es habe sich bei dem Vorhaben der Gemeinde Adelshofen bewährt, alle geeigneten Dächer im Besitz der Kommune mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

Nicht abschließend geklärt werden konnte in der Sitzung die Frage von Andy Zeller (Grüne), ob das Deutschlandticket auch in den Anrufsammeltaxis und Rufbussen gilt, für die im Rahmen des Klimaschutzkonzepts Werbung gemacht wird.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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