Neuendettelsauer Kultband: Mars Mushrooms werden 25 Jahre alt | FLZ.de

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Neuendettelsauer Kultband: Mars Mushrooms werden 25 Jahre alt

Haben im Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau zur Probe getroffen (von links): die fünf Mars Mushrooms, Michael Schmidt (Gitarre, Gesang), Christoph von der Heide (Bass, Gesang), Thomas Kupser (Didgeridoo), Lars Weißbach (Keys) und Christof Stellwag (Schlagzeug). (Foto: Elke Walter)
Haben im Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau zur Probe getroffen (von links): die fünf Mars Mushrooms, Michael Schmidt (Gitarre, Gesang), Christoph von der Heide (Bass, Gesang), Thomas Kupser (Didgeridoo), Lars Weißbach (Keys) und Christof Stellwag (Schlagzeug). (Foto: Elke Walter)
Haben im Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau zur Probe getroffen (von links): die fünf Mars Mushrooms, Michael Schmidt (Gitarre, Gesang), Christoph von der Heide (Bass, Gesang), Thomas Kupser (Didgeridoo), Lars Weißbach (Keys) und Christof Stellwag (Schlagzeug). (Foto: Elke Walter)

Begonnen haben sie als Schülerband, längst gehören die Mars Mushrooms zu den Kultbands der Region, und das seit 25 Jahren. Demnächst, am 23. und 24. Juni, feiern sie in Adelmannsdorf, einem Gemeindeteil von Wolframs-Eschenbach, mit ihrem zweiten Jamkraut-Festival gleichzeitig ihr Jubiläum.

Für die Proben zum bevorstehenden Auftritt, haben sich die Bandmitglieder im Neuendettelsauer Laurentius-Gymnasium getroffen, dort, wo 1998 alles begonnen hat. „Wir haben als Schülerband angefangen“, sagt der Bassist und Sänger Christoph von der Heide, „und irgendwie nie geschafft, aufzuhören.“

Michael Schmidt (Gitarre), Thomas Kupser (Didgeridoo), Christof Stellwag (Schlagzeug) und von der Heide hatten den Anfang gemacht, später war Lars Weißbach an den Keys dazu gekommen. Die fünf kennen sich gut, wissen, wie jeder einzelne tickt.

Zweites Wohnzimmer „Weißes Ross”

Obwohl alle inzwischen andere Berufe ausüben, und weit auseinander wohnen, ist die Musik als gemeinsame Bestimmung geblieben. Regelmäßige Proben und Auftritte im „Weißen Ross“, der ebenso kultigen Musikkneipe in Immeldorf, dem zweiten Wohnzimmer der Band, gehörten von Anfang an dazu.

Inhaber Walter Hertle hatte den musikbegeisterten Jungs immer die Möglichkeit gegeben, dort zu spielen und sich zu entwickeln. Zahlreiche Konzerte hat die Band seither dort gespielt. Aufgetreten ist sie bei Festivals wie dem Bardentreffen in Nürnberg, dem Finkenbach Open-Air oder dem Burg Herzberg Festival oder auf Deadhead-Festivals in Deutschland und der Schweiz. Eine Japan-Tournee haben die Mars Mushrooms auch gemacht.

Die Band spielt zum Spaß für sich und andere

Zunächst aber spielen die Musiker für sich selbst, zum eigenen Spaß, wie Keyboarder Lars Weißbach es beschreibt – und auch, damit die Leute einen schönen Abend haben. Diese Begeisterung überträgt sich auch auf das Publikum. Keine Agentur, kein Label, aber auch nicht der Zwang, von der Musik leben zu müssen, engen die musikalische Freiheit der Band ein.

Man konnte sich frei ausprobieren und eine ganz eigene Spur finden, ergänzt Stellwag, mit dem Didgeridoo als Alleinstellungsmerkmal. Durch den unterschiedlichen Musikgeschmack, sagt der Keyboarder, kämen immer neue Facetten dazu, die den gemeinsamen Pool erweiterten.

Jammen gehört zum Band-Konzept

Orientierung habe anfangs die Jamband Grateful Dead gegeben. Jammen und Improvisieren gehört auch bei den Mars Mushrooms bis heute zum Konzept. Die selbstkomponierten Songs sind die Basis, auf der die fünf live frei improvisieren. Damit bleibt die Musik auch für langjährige Fans immer spannend und wiederholt sich nie wirklich. „Jeder nimmt sich ein wenig zurück“, sagt Schmidt, „das gemeinsame Erlebnis beim Spielen steht im Vordergrund.“ Man ist vertraut miteinander, daher funktioniert das auch prima und bleibt spannend.

Zusammen mit weiteren Bands, wollen die Mars Mushrooms dies auch am Festival-Wochenende erlebbar machen. Unter anderem werden Midge’s Pocket, Pelagic Zone aus Hamburg, Johnny & The Yooahoos oder auch die Mars Mushrooms selbst zu hören sein. Für eine „Jamband Odyssey“ werden die Jubilare zusammen mit Pelagic Zone jammen. Die Freude am Improvisieren sowie das musikalische miteinander Feiern, sollen im Vordergrund stehen.


Von Elke Walter
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