Nach Brücken-Abriss bei Petersaurach: Was passiert mit den Resten? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.06.2025 10:43

Nach Brücken-Abriss bei Petersaurach: Was passiert mit den Resten?

Große Betonteile lagern derzeit auf der Petersauracher Seite der ehemaligen Brücke. Ein Spezialunternehmen ist gerade dabei, die tonnenschweren Stücke zu zerkleinern. (Foto: Florian Pöhlmann)
Große Betonteile lagern derzeit auf der Petersauracher Seite der ehemaligen Brücke. Ein Spezialunternehmen ist gerade dabei, die tonnenschweren Stücke zu zerkleinern. (Foto: Florian Pöhlmann)
Große Betonteile lagern derzeit auf der Petersauracher Seite der ehemaligen Brücke. Ein Spezialunternehmen ist gerade dabei, die tonnenschweren Stücke zu zerkleinern. (Foto: Florian Pöhlmann)

In nicht einmal zwei Tagen war die marode Brücke zwischen Petersaurach und Wicklesgreuth Geschichte. Nun steht die Beseitigung von rund 200 Tonnen Beton an – und zähe Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über die anfallenden Kosten.

Auf der Wicklesgreuther Seite der Bahntrasse der Verbindung zwischen Nürnberg und Ansbach sieht es schon beinahe wieder normal aus. Der Bahndamm ist wieder begradigt, mit einem zusätzlich verankerten Netz soll der steile Anstieg noch befestigt werden. Der einstige Zubringer endet jetzt aber in einem Straßenstumpf. Nicht ganz ungefährlich, meint die Verwaltung, weshalb weitere Sicherungsmaßnahmen unabdingbar sind.

Mit ordentlich Rumms geht es der Brücke bei Petersaurach an den Kragen. (Foto: René Chlopotowski)
Mit ordentlich Rumms geht es der Brücke bei Petersaurach an den Kragen. (Foto: René Chlopotowski)

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Leitplanken und Erdwälle zur Sicherung

Wie Petersaurachs Bürgermeister Herbert Albrecht (CSU) erklärt, werden in einem ersten Schritt Leitplanken an der Stelle installiert, an der es zuvor über die Brücke ging. Zudem soll ein Erdwall aufgeschüttet werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Petersaurach wird ebenso verfahren. „Dann ist es eine vernünftige Absperrung und eindeutig geregelt.“ Vorher gilt es allerdings für die beauftragte Abbruchfirma, die großen Betonbruchstücke der ehemaligen Überführung zu zerkleinern. Auf rund 200 Tonnen schätzt der Bürgermeister die Gesamtmasse, die zunächst auf Schadstoffe untersucht wird, ehe die Betonreste dann einer geeigneten Verwertung zugeführt werden.

Noch immer ist nicht klar, wer dafür blecht

Der spannendste Aspekt des Brückenabrisses wartet aber noch auf die Gemeinde, denn noch ist nicht final geklärt, wer für den Großteil der Gesamtkosten aufkommt. Nach Ansicht des Bürgermeisters mitsamt Gemeinderat ist dafür die Deutsche Bahn verantwortlich, die alle Vorteile aus dem Abriss gezogen hätte.

Die einstige Verbindungsstraße hat der Gemeinderat bewusst nicht entwidmet und sieht vor dem Hintergrund des Eisenbahnkreuzungsgesetzes deshalb die Bahn in der Pflicht. „Das Thema wird uns wohl noch länger beschäftigen“, sieht Albrecht ein juristisches Tauziehen auf die Gemeinde zukommen.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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