In nicht einmal zwei Tagen war die marode Brücke zwischen Petersaurach und Wicklesgreuth Geschichte. Nun steht die Beseitigung von rund 200 Tonnen Beton an – und zähe Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über die anfallenden Kosten.
Auf der Wicklesgreuther Seite der Bahntrasse der Verbindung zwischen Nürnberg und Ansbach sieht es schon beinahe wieder normal aus. Der Bahndamm ist wieder begradigt, mit einem zusätzlich verankerten Netz soll der steile Anstieg noch befestigt werden. Der einstige Zubringer endet jetzt aber in einem Straßenstumpf. Nicht ganz ungefährlich, meint die Verwaltung, weshalb weitere Sicherungsmaßnahmen unabdingbar sind.
Wie Petersaurachs Bürgermeister Herbert Albrecht (CSU) erklärt, werden in einem ersten Schritt Leitplanken an der Stelle installiert, an der es zuvor über die Brücke ging. Zudem soll ein Erdwall aufgeschüttet werden.
Auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Petersaurach wird ebenso verfahren. „Dann ist es eine vernünftige Absperrung und eindeutig geregelt.“ Vorher gilt es allerdings für die beauftragte Abbruchfirma, die großen Betonbruchstücke der ehemaligen Überführung zu zerkleinern. Auf rund 200 Tonnen schätzt der Bürgermeister die Gesamtmasse, die zunächst auf Schadstoffe untersucht wird, ehe die Betonreste dann einer geeigneten Verwertung zugeführt werden.
Der spannendste Aspekt des Brückenabrisses wartet aber noch auf die Gemeinde, denn noch ist nicht final geklärt, wer für den Großteil der Gesamtkosten aufkommt. Nach Ansicht des Bürgermeisters mitsamt Gemeinderat ist dafür die Deutsche Bahn verantwortlich, die alle Vorteile aus dem Abriss gezogen hätte.
Die einstige Verbindungsstraße hat der Gemeinderat bewusst nicht entwidmet und sieht vor dem Hintergrund des Eisenbahnkreuzungsgesetzes deshalb die Bahn in der Pflicht. „Das Thema wird uns wohl noch länger beschäftigen“, sieht Albrecht ein juristisches Tauziehen auf die Gemeinde zukommen.