Auch aus der Marktgemeinderatswahl in Obernzenn ist die CSU als klarer Sieger hervorgegangen. Sie holte 30,7 Prozent – 10,7 Prozentpunkte mehr als 2020.
Die Liste wurde von Johannes Weiß angeführt, der sich außerdem als Bürgermeisterkandidat mit 63,7 Prozent gegen Amtsinhaber Reiner Hufnagel (Freie Wählergemeinschaft/FWG) durchsetzte. Auch bei der Marktgemeinderatswahl hatte Weiß die Nase vorn und holte mit 1163 Stimmen als einziger der Kandierenden ein vierstelliges Ergebnis.
Die Christsozialen stellen damit nicht nur künftig den Bürgermeister, sondern außerdem fünf Marktgemeinderätinnen und -Räte. Bislang waren es nur drei.
Die Listenreihenfolge der CSU wurde gehörig „umsortiert.“ Von Listenplatz zwölf auf den rechnerisch fünften Platz nach vorn votiert wurde der ehemalige Bürgermeister Markus Heindel. Weit vor, und zwar von Platz neun auf vier, rückte auch der 37-jährige Sanitärinstallateur- und Heizungsbaumeister Florian Ell.
Verluste musste die bisherige Bürgermeister-Gruppierung, die Freie Wählergemeinschaft/FWG verkraften. Sie verlor 8,5 Prozentpunkte, landete bei nur noch 16,7 Prozent und stellt nur zwei Marktgemeinderatsmitglieder. Dies ist zum einen voraussichtlich der noch amtierende Bürgermeister Reiner Hufnagel, der bereits angekündigt hat, das Mandat auch antreten zu wollen. Sollte auch Markus Heindel (CSU) die Wahl annehmen, träte der Fall ein, dass gleich zwei ehemalige Bürgermeister im Rat sitzen.
Die FWG-Wählerinnen und -Wähler überzeugte außerdem Günther Hirsch. Der 56-jährige Bauleiter rutschte von Platz elf auf Platz zwei vor.
Achtbare 13,2 Prozent und zwei Mandate bekamen bei ihrer Premiere die Grünen. Ebenfalls zwei Mandate entfielen auf die Liste Land (13,4 Prozent). Erstmals einen Wahlvorschlag eingereicht hatte auch die AfD, die neun Prozent der Stimmen holte. In den Marktgemeinderat zieht für sie Armin Heinlein ein, der auf Listenplatz vier kandidiert hatte. Jeweils einen Marktgemeinderat stellen außerdem die Wählergemeinschaft Egenhausen (8,4 Prozent) mit Michael Fliegner und die Bürgerliste Urphertshofen (8,7) mit Heiko Arold.