Im nächsten Jahr werden es 20 Jahre, dass der Limes zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ob dieses kleine Jubiläum mit einem Skulpturenpark am Limeseum in Ruffenhofen gefeiert wird, ist noch offen.
Knackpunkt ist das Geld, wurde bei einer Sitzung des Zweckverbands Römerpark deutlich. Die Kunstaktion in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg-Mittelfranken würde wohl insgesamt zwischen 60.000 Euro und 80.000 Euro kosten. Jeweils 10.000 Euro würden der Zweckverband und der Förderverein des Limeseums beisteuern. Zwei Kreditinstitute wären bereit, als Sponsoren auftreten. Trotzdem bleibt eine erhebliche Finanzlücke. Um sie zu stopfen, wären entweder weitere Sponsoren oder Fördergelder nötig.
Um einen Zuschuss über die die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Hesselberg zu bekommen, sei die Vorbereitungszeit zu knapp, meinte Museumsleiter Dr. Matthias Pausch. Die Alternative wäre der Bayerische Kulturfonds, bei dem allerdings erst im März 2025 klar wäre, ob Geld fließt. Die Versammlung beschloss daher, dass die drei Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden das Projekt vorantreiben sollen, wenn es in den nächsten Wochen gelingt, ein wasserdichtes Finanzierungskonzept zu erstellen. Denkbar ist auch, die Aktion, bei der zehn bis 15 Künstler ihre Werke temporär ausstellen sollen, erst im Jahr 2026 durchzuführen.
Im laufenden Jahr wird es jedenfalls wieder eine neue Sonderausstellung geben. Sie beschäftigt sich mit Wilhelm Kohl, einem Pionier der Limesforschung, und läuft vom 10. April bis zum 9. Juni.
Kurz vor der Vollendung steht das Kinderbuch „Mit Rufus unterwegs am Limes“, das von Matthias Pausch und Andrea May vom Bezirk Mittelfranken herausgegeben wird. In der Sitzung stellte der Museumsleiter einige der Illustrationen von Horst Rothe vor.
Das Limeseum hat es nach den Worten von Kämmerin Jennifer Herrmann von der Verwaltungsgemeinschaft Ehingen inzwischen geschafft, bei den Besucherzahlen und Einnahmen nach der Corona-Delle wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen. Allerdings steigen auch die Kosten kontinuierlich an. Obwohl der Bezirk Mittelfranken und der Landkreis Ansbach ihre Zuschüsse um jeweils 10.000 Euro aufgestockt haben, steigt die Verwaltungsumlage der drei Gemeinden deshalb auf insgesamt 192.000 Euro.
Die Verbandsversammlung unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Karl Fickel (Gerolfingen) verabschiedete den kompakten Haushaltsplan, der nur drei Seiten lang ist, einstimmig. Der Verwaltungshaushalt umfasst 447.200 Euro, der Vermögenshaushalt 12.000 Euro.
Die Mitglieder der Verbandsversammlung stellten außerdem einige Überlegungen zur Aktualisierung der Verbandssatzung an. Nicht glücklich ist Museumsleiter Dr. Matthias Pausch weiterhin damit, dass er sich rund um das Limeseum um viele Aufgaben kümmern muss, die nicht in sein Fachgebiet als Archäologe fallen. Dabei geht es zum Beispiel um einen Wasserschaden, einen Marder, der die Dämmung des Gebäudes zerlegt und einen neuen Anstrich für die Holzfassade. In der Diskussion zeigte sich, dass aber auch die Kapazitäten in der Verwaltungsgemeinschaft begrenzt sind. So war man sich zwar einig, dass dieses schon länger bestehende Problem beseitigt werden muss, ohne aber eine Patentlösung parat zu haben.