Kräuter selbst anzubauen lohnt sich gleich doppelt: Sie bereichern nicht nur die Küche, ihre Blüten locken auch zahlreiche Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt Tipps, wie Kräuter im Garten oder auf dem Balkon gut gedeihen.
Wer dieses Jahr Kräuter ernten möchte, sollte jetzt mit der Planung beginnen. Ein warmer, trockener und windgeschützter Standort ist ideal – etwa eine sonnige Hauswand. Bevor es ans Pflanzen geht, werden die Kräuter ausgewählt und ein Pflanzplan erstellt.
Laut dem BUND lassen sich folgende Kräuter gut miteinander kombinieren:
Im Mischkultur-Beet können Kräuter zudem einen positiven Effekt auf Gemüsepflanzen haben.
Es gibt auch Kräuter-Kombinationen, die man besser vermeiden sollte: Petersilie und Lavendel vertragen sich als Nachbarn nicht. Basilikum sollte außerdem nicht neben Dill, Salbei, Thymian oder Zitronenmelisse stehen.
Eine besondere Form des Kräutergartens ist die Kräuterspirale. Typisch für sie ist der spiralförmige Aufbau, der zur Mitte hin ansteigt. Laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) vergrößert sich die Beetfläche durch die Spiralform deutlich. Es entstehen Zonen mit unterschiedlichen Bodeneigenschaften.
Auch hier sollte man auf die richtige Bepflanzung achten. Die Bauweise schafft auf engem Raum verschiedene Lebensraumbedingungen für zahlreiche Kräuter. Ganz oben wachsen mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Salbei, Thymian und Oregano, die es warm und trocken mögen und einen mageren Boden bevorzugen.
In den tieferen Bereichen stehen eher heimische Pflanzen wie Ringelblume, Minzen und Brunnenkresse. Kräuter wie Beinwell, Beifuß oder Liebstöckel eignen sich nicht für die Kräuterspirale, da sie stark wachsen und viel Schatten werfen können.
Auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann man sich den Traum vom eigenen kleinen Kräutergarten erfüllen. „Wenn Sie einen Balkon mit viel Sonne haben, achten Sie auf die richtige Kräuterwahl und torffreie Erde“, so Corinna Hölzel vom BUND.
Basilikum, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian etwa kommen gut mit viel Sonne und hohen Temperaturen klar. Gartenexpertin Hölzel empfiehlt, die Kräuter in „atmungsaktive“ Töpfe aus Ton oder Terrakotta zu pflanzen. Sie lassen Feuchtigkeit besser verdunsten und beugen Staunässe vor.
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