Wenig Wau-Faktor: Hundeshampoos floppen bei „Öko-Test“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.04.2026 07:08

Wenig Wau-Faktor: Hundeshampoos floppen bei „Öko-Test“

Brause für Bello: Hunde sollten nicht zu oft gebadet werden. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)
Brause für Bello: Hunde sollten nicht zu oft gebadet werden. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)
Brause für Bello: Hunde sollten nicht zu oft gebadet werden. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)

Wenn sich der Hund in Schlamm oder Übelriechendem gewälzt hat, hilft meist nur eins: Waschen. Doch nicht jedes Hundeshampoo ist empfehlenswert, so ein „Öko-Test“: 22 Produkte wurden geprüft, zu Preisen von 1,99 bis 19,99 Euro. Ergebnis: Knapp die Hälfte fällt mit „ungenügend“ durch, berichten die Tester in der aktuellen Ausgabe (05/2026). 

Kritik gibt es unter anderem wegen bedenklicher Konservierungsmittel, unvollständiger Inhaltsstoffangaben und Abweichungen beim pH-Wert. Die Tester fanden in einzelnen Produkten etwa Formaldehyd, Isothiazolinone oder den bioziden Wirkstoff IPBC. Formaldehyd könne schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen; über die Atemluft aufgenommen gelte es zumindest für den Menschen als krebserregend.

Biozide, Zuckerwatteduft und vier Sieger-Shampoos

In einem Shampoo fanden die Tester den bioziden Wirkstoff IPBC - zugleich sollte es nach Zuckerwatte riechen. Bei „Hundeshampoo mit Kokosduft oder als Zuckerwatte-Edition“ sei „fraglich, ob es dabei um das Wohl des Tieres geht – oder eher um die Vorlieben von Frauchen oder Herrchen“, so Annette Dormann, „Öko-Test“-Leiterin Magazin.

Gerade mal vier Produkte waren im Test frei von potenziell schädlichen Stoffen: Das Lila Loves It Shampoo Shine & Comb und das Petchen Langhaar Hundeshampoo mit jeweils „sehr gutem“ Gesamtergebnis und die „gut“ bewerteten Aniforte Fellharmonie Kokos Shampoo für alle Felltypen und Beaphar Bio Fellglanz Shampoo.

Und Menschenshampoo?

Hundeshampoos gelten in Deutschland nicht als Kosmetikprodukte, daher unterliegen sie den Vorgaben der Detergenzienverordnung für Wasch- und Reinigungsmittel. Laut der müssen solche Produkte ein Verzeichnis der Inhaltsstoffe aufweisen; bei fünf der Test-Shampoos fehlte das aber. 

Wer es besonders gut meint mit seinem Vierbeiner, möchte da vielleicht zur eigenen Shampooflasche greifen, doch auch wenn das nahezuliegen scheint: Für Hunde ist das keine gute Idee, so „Öko-Test“. Wegen des unterschiedlichen pH-Wertes würde das Menschenshampoo den Säureschutzmantel der Hundehaut angreifen, und eine gestörte Hautflora macht sie anfällig für Bakterien, Pilze und Parasiten.

Wie pflegt man das Hundehaar wirklich fell- und hautfreundlich?

Das raten die Öko-Tester:

  • Regelmäßig bürsten - das ist das Wichtigste bei der Fellpflege.
  • Baden: möglichst selten, Shampoos möglichst nur verwenden, wenn Schmutz sich nicht auskämmen lässt „oder Bello unangenehm riecht“. Und wenn, dann sparsam.
  • Nach dem Waschen mit einem saugfähigen Handtuch abtrocknen.
  • Das Fell an der Luft trocknen lassen - keine Zugluft! 
  • Bei langhaarigen Hunden kann das Fell beim Lufttrocknen leicht verkleben - dann darf der Föhn zum Einsatz kommen, maximal lauwarm und wenn man das Tier zuvor an Geräusch und Gerät gewöhnt hat. 

© dpa-infocom, dpa:260430-930-13328/1


Von dpa
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