Jungen und Mädchen bewegten als Sternsinger viel für Kinderrechte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.01.2025 07:00

Jungen und Mädchen bewegten als Sternsinger viel für Kinderrechte

In Bad Windsheim wurden, wie in anderen Orten auch, die Bewohner und Bewohnerinnen der Pflegeheime besucht. (Foto: Inge Jokisch)
In Bad Windsheim wurden, wie in anderen Orten auch, die Bewohner und Bewohnerinnen der Pflegeheime besucht. (Foto: Inge Jokisch)
In Bad Windsheim wurden, wie in anderen Orten auch, die Bewohner und Bewohnerinnen der Pflegeheime besucht. (Foto: Inge Jokisch)

Die Sternsingeraktion des Kindermissionswerkes findet – allen modernen Trends zum Trotz – weiterhin großen Zuspruch. Aus den einzelnen Pfarrämtern im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim waren durchweg nur zufriedene Stimmen zu hören.

Ausschlaggebend dafür ist nicht allein die Höhe der gesammelten Spenden, die zum Beispiel in Neustadt schon jetzt höher liegt als im Vorjahr. Die dortige Gemeindereferentin Jutta Friedel betonte: „Wenn es den Kindern gefallen hat und sie im nächsten Jahr wieder dabei sind, ist das größte Ziel schon erreicht.“

In diesem Jahr steht diese Geldsammlung unter dem Stern „Erhebt Eure Stimmen – Sternsingen für Kinderrechte“. Unterstützt werden sollen mit diesen Geldern vornehmlich Kinderbildungsprojekte in der Region Turkana in Kenia und in Kolumbien.

„20*C*M*B*25“ soll Segen bringen

Unterwegs waren die Kinder in Scheinfeld zum Beispiel mit dem Aussende-Segen von Bruder Dr. Polykarp Götz vom Franziskanerkonvent Schwarzenberg. Mit der Kreide werden die Hauseingänge mit dem Zeichen „20*C*M*B*25“ gezeichnet. Dies soll sowohl Unheil fernhalten wie auch Segen bringen für alle, die dort leben und wohnen. Seit Corona kommen in Scheinfeld, wie in vielen anderen Gemeinden auch, die Kinder nur noch auf Anmeldung. 150 Familien wurden so besucht.

Da die Sternsingerschar nicht alle Haushalte in Scheinfeld und den Ortsteilen erreichen kann, gab und gibt es weiterhin die „Sternsinger to go“ im hinteren Bereich der Kirche: ein Säckchen mit einem Stück Kreide, einem Weihrauchkegel und Aufklebern mit Segenssprüchen. Daneben steht eine Spendenbüchse, deren Inhalt auch der Sternsinger-Aktion zugute kommt.

In Burgbernheim waren die „Heiligen Drei Könige“ der katholischen Kirchengemeinde St. Martin mit dem Pfarrbus unterwegs. Die farbenfroh gewandeten Sternsinger waren nach einem festen „Fahrplan“ an zentralen Orten anzutreffen. Dort konnte der Segen in Form eines Aufklebers oder eines Kreidestückchens gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden.

Pflegeheime und die Feuerwehr besucht

Besucht wurden auch Einrichtungen und Stadtoberhäupter. In Uffenheim freuten sich so wie Pfarrer Florian Sassik auch die Bewohner und Bewohnerinnen der Pflegeheime über den königlichen Besuch. Auch bei der Feuerwehr und beim Sportverein schauten sie vorbei.

In Bad Windsheim besuchten die Sternsinger die Seniorenheime und das Krankenhaus, in Burgbernheim das Seniorenheim „Lichtblick“. Auch der Bad Windsheimer Bürgermeister Jürgen Heckel wurde von ihnen in seinem Amtszimmer im Rathaus besucht. Für 2025 hofft er darauf, wie es in einer Pressemitteilung heißt, dass „verstärkt gemeinsam zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger gearbeitet und die Parteipolitik nach hinten gestellt wird“.

Sternsinger

Die Spendenbilanz

Aus vielen Pfarrämtern wurden schon vorläufige Spendensumme genannt – erfahrungsgemäß tröpfeln später immer noch einige Überweisungen ein.

  • Für Neustadt und Umgebung mit Diespeck, Dietersheim und weiteren kam so der stolze Betrag von etwa 12.500 Euro zusammen. 66 Kinder und Jugendliche waren mit ihren Begleitungen in 17 Gruppen unterwegs.
  • In Markt Erlbach waren es mehr als 9400 Euro, in Neuhof mehr als 4600 Euro und in Trautskirchen knapp 1400 Euro. In den drei Orten waren insgesamt circa 90 Sternsinger mit etwa 30 Betreuern im Einsatz.
  • In Emskirchen und Umgebung waren 45 Kinder unterwegs – eine große Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dabei wurden ihnen etwa 6800 Euro übergeben. Die zusätzlich gesammelten Süßigkeiten wurden aufgeteilt, der Rest für „Iss was – die Tafel“ gespendet.
  • 27 Kinder in Markt Bibart sammelten etwa 3200 Euro, in Altmannshausen kamen knapp 2000 Euro hinzu. Knapp 4000 Euro verzeichnete die Pfarrei Ullstadt, die von Sugenheim bis Baudenbach gesammelt haben.
  • Zwölf Mädchen und Buben waren in Uffenheim unterwegs. Sie bekamen etwa 2800 Euro. Über Zuwachs würde man sich sehr freuen, denn die Nachfrage nach einem Besuch der Sternsinger ist höher als deren Kapazität.
  • Je acht sorgten in Rodheim und in Hemmersheim für den Haussegen und nahmen dabei jeweils 1300 Euro ein. In Bad Windsheim und Burgbernheim wurden einmal 2500 Euro und einmal 1100 Euro gegeben.


Von Stefan Schuster, Hans-Jochen Teufel und Ulli Ganter
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