In Ansbach brannte in der Silvesternacht ein Mehrfamilienhaus in der Herbartstraße lichterloh. Wenige Stunden zuvor hatte in Petersaurach (Landkreis Ansbach) eine Scheune Feuer gefangen. Hier kämpften 140 Einsatzkräfte darum, dass die Flammen nicht auf umliegende Gebäude übergriffen.
In Ansbach handelt es sich um ein Gebäude in Holzbauweise, das erst 2014 eingeweiht worden war. Es galt damals als innovatives Vorzeigeprojekt. Zur Brandursache gab es nach Angaben von Kai Schmidt, dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, in der Nacht noch keine Erkenntnisse. Die ersten Informationen vor Ort, dass der Auslöser ein Zimmerbrand war, der dann auf andere Wohnungen übergegriffen hat, konnte er nicht bestätigen.
Es waren insgesamt 200 Rettungskräfte von zahlreichen Feuerwehren, THW, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz; auch die Feuerwehr der US-Armee kam, um zu helfen. Das Feuer konnte zwar eingedämmt werden, doch die Flammen loderten lange Zeit immer wieder neu auf.
Die etwa 40 Bewohnerinnen und Bewohner der 22 Mieteinheiten verließen laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums überwiegend selbstständig das Haus. Sie wurden zunächst in die direkt daneben liegenden Weinbergturnhalle – in der auch eine Einsatzzentrale eingerichtet wurde – gebracht, später dann kamen einige in einem Hotel unter, die meisten wurden von Verwandten oder Freunden aufgenommen.
Vier Personen wurden ambulant behandelt, bei zwei von ihnen lag der Verdacht einer Rauchgasintoxikation vor. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Die Stadt Ansbach kümmerte sich um die weitere Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner.
Die letzten Feuerwehrkräfte rückten am Neujahrsmorgen gegen 8 Uhr ab. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken führte vor Ort die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen durch. Die weiteren Ermittlungen zur derzeit noch unklaren Brandursache werden vom Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei übernommen.
Fürs Erste können laut OB Thomas Deffner alle, die helfen wollen, Geld an den Fonds „Bürger in Not” spenden. Über diesen kann die Stadt unbürokratisch unterstützen. Das Spendenkonto für den Fonds „Bürger in Not” der Stadt Ansbach hat die IBAN DE65 7655 0000 0000 2035 05.
Es seien zudem bereits Angebote für Wohnungen eingegangen, bedankte sich der OB. Dennoch sei es hilfreich, wenn sich noch weitere Menschen meldeten, die eine Wohnung kurzfristig zur Verfügung stellen könnten, bevorzugt möbliert. Entsprechende Angebote kann man per E-Mail an sozialamt@ansbach.de übermitteln.
Ein kleinerer Containerbrand in Ansbach um kurz vor 23 Uhr am Stadion war dagegen schnell gelöscht worden. Allerdings wurden hier, wie die Integrierte Leitstelle berichtete, mutwillig Bauzäune auf die Straße geworfen, sodass der Weg für die Einsatzkräfte blockiert war und erst freigeräumt werden musste.
Im Ortskern von Petersaurach (Landkreis Ansbach) war ein Feuer an einer Scheune gegen 22 Uhr ausgebrochen. Es breitete sich schnell aus. Anwohner bemerkten den Brand und alarmierten die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Scheune bereits vollständig in Flammen, berichtet das Polizeipräsidium. Ein vollständiges Ausbrennen des Gebäudes war demnach nicht zu verhindern. Rund 140 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Die größte Herausforderung für sie: Der Schutz der umliegenden Gebäude. Unter anderem befinden sich eine Kirche sowie ein Gemeindehaus in direkter Nähe. Doch das Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden.
Insgesamt wurden hier drei Personen leicht verletzt. Die noch stehenden Grundmauern der Scheune musste von einem Abbruchunternehmen abgetragen werden. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Hauptstraße in Petersaurach mehrere Stunden lang gesperrt. Der entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurden vom Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernommen. Das für Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei wird die weiteren Ermittlungen zur Brandursache durchführen.
Auch in Sinbronn und Dinkelsbühl (beide Landkreis Ansbach) brannte es in der Silvesternacht. Das berichtet die Polizeiinspektion Dinkelsbühl. In Sinbronn fingen gegen 1.40 Uhr mehrere Mülleimer Feuer. Ein Anwohner hatte die noch glimmenden Reste von Feuerwerkskörpern in der Nähe der Mülltonnen abgelegt. Aufgrund der Restglut entzündeten sich die Abfälle und die Mülleimer fingen Feuer. Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle und verhinderte eine Ausbreitung.
Gegen 1.00 Uhr wurde in Wassertrüdingen ein Brand von zwei Einkaufswagen festgestellt. Die Wagen standen im Bereich der Einmündung Am Weiher / Flurstraße in Flammen. Durch den Brand wurden die Einkaufswagen erheblich beschädigt. Die Polizei bittet nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Taten geben können, sich unter 09851/57190 bei der Polizeiinspektion Dinkelsbühl zu melden.
Gegen 3 Uhr teilte ein aufmerksamer Anwohner den Brand einer Mülltonne im Stadtgebiet von Rothenburg (Landkreis Ansbach) mit. Das berichtet die Polizeiinspektion Rothenburg. Problematisch war hier die Nähe der abgestellten Tonne zur Hausfassade, die anzubrennen drohte. Die Rothenburger Feuerwehr konnte einen Übergriff der Flammen auf das Wohnhaus verhindern. Laut ersten Ermittlungen könnte der nicht sachgerecht entsorgte Inhalt in der Tonne für den Brand verantwortlich sein. Der Schaden wird auf etwa 8000 Euro geschätzt.
In Heilsbronn (Landkreis Ansbach) geriet gegen 0.50 Uhr eine Hecke auf einer Länge von zehn Metern in Brand. Ein Gartenzaun, ein Gasgrill und Kinderspielzeug gleich daneben wurden ebenfalls beschädigt. Das berichtet die Polizei Heilsbronn. Als mögliche Ursache konnte abgebranntes Feuerwerk auf der Straße vor der Hecke festgestellt werden. Ein Verursacher wurde demnach vor Ort nicht angetroffen.