Es herrscht wieder Leben am Campus in Rothenburg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.10.2025 20:00

Es herrscht wieder Leben am Campus in Rothenburg

Bei Kennenlernspielen erfuhren die Studierenden mehr übereinander. (Foto: Irmeli Pohl)
Bei Kennenlernspielen erfuhren die Studierenden mehr übereinander. (Foto: Irmeli Pohl)
Bei Kennenlernspielen erfuhren die Studierenden mehr übereinander. (Foto: Irmeli Pohl)

Stimmengewirr flutet durch die Turnhalle auf dem Campus. Reihe um Reihe füllt sich immer mehr mit Studierenden, die sich unterhalten, rote Geschenkbeutel auspacken und sich bekannt machen mit dem Ort, an dem sie in den nächsten Jahren studieren werden.

Der Semester-Kick-off des Campus Rothenburg beginnt jedes Jahr zum Anfang des neuen Wintersemesters. Und jedes Jahr ist Oberbürgermeister Dr. Markus Naser mit von der Partie, der die Studierenden begrüßt und ihnen die Stadt Rothenburg ans Herz legt. Auch heuer plädierte er in seiner Rede an die potenziellen neuen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, diese auch einmal zu besuchen und den mittelalterlichen Charme zu genießen.

Investitionen in Modernität

„Wir haben alles, was man so als Mittelalterstadt braucht”, sagte Naser. Wichtig sei es, auch als historische Stadt, nicht in der Vergangenheit stehenzubleiben, sondern in Modernität zu investieren. Und das passiere am Campus, der mit seinem historisch anmutenden Gebäude und den „jungen, klugen Köpfen” eine Verbindung zweier Welten ermögliche.

Auch Geschäftsführer Dr. Florian Diener begrüßte die Neuankömmlinge. „Ihr habt euch mit dem Campus Rothenburg gegen eine Massenabfertigung an einer Universität und für eine familiäre Atmosphäre entschieden.” Wichtig sei ihm, dass es sich beim Campus Rothenburg um einen Mitmach-Campus handele.

„Ihr könnt mitgestalten, mitentscheiden und damit einen Schritt weitergehen”, erklärte er. Am Campus herrsche eine „Open-Door-Policy”, also eine Politik der offenen Türen – Vorschläge, Wünsche und Anregungen der Studierenden seien erwünscht und vor allem auch gewollt.

Immer mehr auch gesellschaftlicher Akteur

Diener sei stolz darauf, dass der Wissensstandort Campus Rothenburg immer mehr auch gesellschaftlicher Akteur werde. Sei es beim gemeinsamen Arbeiten im Co-Working-Space des Campus, bei dem sich Menschen aus verschiedenen Branchen austauschen können, bei den verschiedenen Vortrag-Formaten des Campus, wie den Campus-Talks oder den Rothenburger Diskursen, bei denen Wissen vermittelt werde, oder auch bei Kooperationen mit Diakoneo oder dem Hospizverein, bei denen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen an den Hochschulstandort kommen und dort gemeinsam mit den Studierenden agieren.

Insgesamt ist Diener mit den Zahlen zufrieden. Aktuell studieren 290 Personen am Hochschulstandort Rothenburg. Den Master-Studiengang Digital Management (DIM) habe man etwas herunterregulieren müssen, mit 24 Neustudierenden sei dieser gut aufgestellt. Im Bachelor-Studiengang Interkulturelles Management (IKM) sei er mit seinem Team dabei, die Zahlen weiter zu steigern, so Diener: „Wir wollen junge Menschen in der Region halten. Und auch dafür sorgen, dass der Campus Rothenburg bekannter wird.”

Neuankömmlinge aus Berlin und Frankreich

Nachdem auch die Dozierenden die Studierenden begrüßt hatten, fand bei Kennenlernspielen eine erste Vernetzung zwischen den Neuankömmlingen statt. Wo die neuen Studierenden herkommen? Viele hoben die Hand bei den Stichwörtern Landkreis Ansbach, Mittelfranken oder Franken. Studierende aus Berlin, Stuttgart, Frankfurt und Clermont-Ferrand bei Lyon in Frankreich hatten die weiteste Anreise. Aktuell wohnen drei der neuen Studierenden in Rothenburg.

Heuer konnte der Semester-Kick-off nicht zeitgleich mit Studienbeginn stattfinden – Grund dafür war die „Parallilität mit der Tagung zu Rabbi Meir ben Baruch”, die zeitgleich am Campus stattfand, erklärte Diener.

Aufgrund der aktuellen politischen Situation war eine gewisse Polizeipräsenz vor Ort unumgänglich, so der Geschäftsführer. Auch ein Sprengstoff-Spürhund wurde eingesetzt. Empfehlung der Polizei war es, dass während der Tagung, die in der Turnhalle des Campus stattfand, das Hauptgebäude leer sein sollte. Deshalb entschied sich das Planungsteam, den Semester-Kick-Off um eine Woche zu verschieben, die ersten Vorlesungen der neuen Studierenden fanden erst einmal in Ansbach statt.


Irmeli Pohl
Irmeli Pohl
Volontärin
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