Theaterfreunde Thann begeisterten mit dem „Maskenball am Campingplatz” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.03.2026 13:00

Theaterfreunde Thann begeisterten mit dem „Maskenball am Campingplatz”

Eine Szene aus „Maskenball am Campingplatz“: Insgesamt etwa 1000 Menschen sahen die Aufführungen der Theaterfreunde Thann.  (Foto: Johannes Flierl)
Eine Szene aus „Maskenball am Campingplatz“: Insgesamt etwa 1000 Menschen sahen die Aufführungen der Theaterfreunde Thann. (Foto: Johannes Flierl)
Eine Szene aus „Maskenball am Campingplatz“: Insgesamt etwa 1000 Menschen sahen die Aufführungen der Theaterfreunde Thann. (Foto: Johannes Flierl)

Insgesamt zehnmal haben die Theaterfreunde Thann den Dreiakter „Maskenball am Campingplatz“ auf die Bühne des evangelischen Gemeindehauses gebracht. Alle Vorstellungen waren ausverkauft. Somit sahen etwa 1000 Menschen das Stück.

Der Dreiakter spielt ausschließlich auf einem fiktiven Campingplatz am Altmühlsee. Auf diesem geben seit langer Zeit eine Gruppe von Dauercampern den Ton an: Erna Bagger (Brigitte Weger) und ihr Mann Eugen, der ein großes Mundwerk hat und seine Frau bevormundet. Das primitive und lautstarke Ehepaar Gustav und Ilse Strössel – verkörpert von Marcel Abt und Kerstin Engelhardt. Und die prüde Berta Pellmann (Renate Friedel) mit ihrem scheinheiligen Ehemann Siegfried (Bernhard Weger). Die Reinigungskraft und Kioskbetreiberin Isolde Zeltig (Doris Drechsel) führt mit ihrer energischen Art ein strenges Regiment auf dem Campingplatz.

Neuankömmlinge stören die gewohnten Abläufe

Die gewohnten Abläufe werden durch Neuankömmlinge gestört: Die beiden jungen Frauen Chrissi (Jule Weger) und Lori (Yvonne Schnabel) verstellen den Dauercampern mit ihrem rostigen Campingbus nicht nur die Aussicht auf den See, sondern geraten auch durch ihre laute Musik in Konflikt mit den strengen Regeln von Isolde Zeltig. Mit von der Partie ist der unkonventionelle Tscho (Jürgen Schmidt) – ein feierwütiger, nicht mehr ganz junger Begleiter des Duos.

Doch nach einer Weile verdrehen Chrissi und Lori den Männern den Kopf. Für gehörige Aufregung sorgt die Nachricht, dass der neue Eigentümer des Campingplatzes einen FKK-Abschnitt am Strand etablieren möchte. Dagegen machen die Frauen der Dauercampergemeinschaft mobil und organisieren eine spontane Demonstration. Ihre Männer hingegen lockt die freizügige Eröffnungsparty mit Gratisgetränken, sodass sie sich heimlich dorthin aufmachen.

Die ganze Situation
eskaliert

Am Strand eskaliert die ganze Situation, und es kommt in der Dunkelheit sogar zu Handgreiflichkeiten. Da alle Beteiligten Masken tragen, kommt es zu einigen Verwicklungen, bei denen der ein oder andere sogar im falschen Bett landet. Das alles aufzuklären, obliegt Wachtmeister Alois Wichtig (Hannes Weger), der selbst gerne seinen Urlaub auf dem Campingplatz verbringt.

Am Ende stellt sich heraus, dass der Lebemann Tscho in Wahrheit der neue Eigentümer des Campingplatzes ist und Chrissi und Lori seine Töchter. Er war inkognito erschienen, um die Camper vor Ort ungezwungen kennenzulernen. Schließlich hat sich sogar bei den Campern beim Verhältnis zwischen Männern und Frauen einiges zum Besseren gekehrt.

Das Stück garantierte viele Lacher und bot zudem gehörig Lokalkolorit. Die Regie führte in bewährter Weise Norbert Ringler. Georg Friedel, der zweite Vorsitzende der Theaterfreunde, gab bekannt, dass ein Teil der Einnahmen an das Kinder- und Jugendhilfezentrum Fürth gespendet wird.


Von JOHANNES FLIERL
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