Mit dem Durchmarsch in die Bayernliga Nord-West, Kategorie Luftgewehr, feierte die Schützengruppe Ammelbruch den größten sportlichen Erfolg in der Geschichte aller Vereine in der Gemeinde Langfurth.
Bürgermeister Simon Schäffler, sein Stellvertreter Horst Binder und der Gemeinderat nahmen dies zum Anlass für eine Ehrung samt Eintrag auf einer Sonderseite im Goldenen Buch. Besonders bemerkenswert sei die Tatsache, dass sämtliche erfolgreiche Schützen Eigengewächse des Vereins seien, so der Rathauschef in seiner Laudatio.
Mit Johannes Früh, der bereits seit 2014 große sportliche Leistungen erzielt, habe das Buch einen Rekordhalter, was die Zahl der Einträge anbelangt. „Gut Schuss!“ in der Bayernliga, hieß es abschließend. Zahlreiche Glückwünsche, darunter vom Schützenverein „Immergrün“ Langfurth, erreichten das treffsichere Team.
Zweiter Schützenmeister Stefan Meyer und Mannschaftsführerin Jessica Schwab ließen die Aufstiegssaison Revue passieren. Erst im Vorjahr in die Mittelfrankenliga aufgestiegen, sicherte sich das Team mit elf Siegen bei 14 Wettkämpfen und somit 22:6 Punkten die Vizemeisterschaft, welche zur Relegation um den Aufstieg berechtigte.
Bei einem Ringdurchschnitt von 1908 Ringen mussten die Ammelbrucher nur der Schützengilde Frimmersdorf den Vortritt lassen. Mit großem Vorsprung hielten die Ammelbrucher jedoch ihre Verfolger auf Distanz und sicherten sich ungefährdet Rang zwei, was für den Aufsteiger die erste positive Überraschung darstellte. In Kleinlangheim bei Kitzingen ermittelten dann die beiden Gruppenersten aus der Mittelfranken- und der Unterfrankenliga die Aufsteiger in die Bayernliga Nord-West. Jeder Schütze musste in zwei Durchgängen jeweils 40 Schuss abgeben, die Ergebnisse wurden dann zusammengezählt. Bereits nach dem ersten Teil war der Grundstein gelegt, als die Ammelbrucher mit hoher Konzentration die Führung herausgeschossen hatten. Herausragend waren dabei die 396 Ringe von Johannes Früh auf Position eins.
Im zweiten Wettkampf setzte sich dann Frimmersdorf an die Spitze, aber im Vergleich mit den Schützenvereinen der unterfränkischen Mannschaften des SV Burglauer und des SV Kleinrinderfeld ließ sich das Team der Ammelbrucher Luftgewehr-Schützen den klaren Vorsprung nicht mehr nehmen, so dass die Sensation mit dem erneuten Aufstieg perfekt war.
Natürlich werde in der Bayernliga der Klassenerhalt im Vordergrund stehen, wie Mannschaftsführerin Jessica Schwab verdeutlichte. Aber die Zuversicht ist groß. „Wir schaffen das!“, ist ihre Teamkollegin Ramona Leixner überzeugt.
Die Mannschaft will das sportliche Abenteuer wieder ohne Trainer bestreiten. Manfred Früh, der das Team als damaliger Jugendleiter auf Kurs gebracht hatte, kennt seine ehemaligen Schützlinge und weiß, dass die einst vermittelten Techniken und die Wettkampfpraxis gepaart mit Erfahrung und Selbstvertrauen sowie einer gewissen Lockerheit weitere positive Resultate nach sich ziehen können.
Unter den neuen Mannschaften, mit denen sich die Ammelbrucher ab Oktober jeweils am Sonntag messen werden, sind mit Lehrberg und Unterwurmbach auch zwei Teams mit kürzerer Anfahrt. Frimmersdorf und Hilpoltstein liegen ebenfalls in Mittelfranken, während Haibach, Bergrheinfeld und Faulbach bislang unbekannte Gegner darstellen.
Zur Stammmannschaft gehörten Johannes Früh, Lisa Schmidt, Marie Schmidt, Kathrin Seifert, Jessica Schwab, Ramona Leixner und Amelie Lotter. Für tatkräftige Unterstützung sorgten die Ersatzschützen Timo Däubler, Stefan Meyer und Manfred Früh.