Der Handball-Regionalligist TSV Rothenburg hat im Sommer mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt. Nun fühlt man sich gerüstet für das neue Spieljahr, das man, möglichst mit weniger Mühe und Sorgen als das vergangene, wieder auf einem Mittelfeldplatz abschließen möchte.
„Ich denke, wir haben unsere Abgänge ganz gut kompensiert”, sagt Norbert Fink, der die Geschicke der Handballabteilung seit 2011 leitet. Nun soll die in Teilen neu besetzte Mannschaft „möglichst schnell möglichst viele Punkte holen”. Vergangene Saison gelang das nicht. Nach der schwierigen Vorrunde standen die Rothenburger zum Jahreswechsel noch in der Abstiegszone und kletterten erst im Endspurt noch auf den neunten Tabellenplatz.
Und musste sich im Sommer schon wieder an einen neuen Trainer gewöhnen. Valentin Akushka ist der dritte Rothenburger Coach in den vergangenen zwölf Monaten. Der 52-jährige Weißrusse, vor Jahren unter anderem für Rothenburg und in der zweiten Bundesliga am Ball, hat auf mehreren Stationen Erfahrungen als Trainer gesammelt und in der Vorbereitung schnell einen Draht zum Team gefunden.
Der ehemalige Nationalspieler befleißigt sich einer klaren Ansprache und ist aus Sicht von Fink „etwas weniger experimentierfreudig” als sein Vorgänger Dr. Christian Weigl, der das Team als Nachfolger von Andreas Trabold zum Klassenerhalt führte. „Valentin ist fachlich über jeden Zweifel erhaben”, sagt Fink, „ich denke, wir haben einen guten Fang mit ihm gemacht”. Nermin Jasarevic als Co-Trainer unterstützt den neuen Coach.
Wenn die Rothenburger am Samstag, 20. September, zum Saisonauftakt bei Vorjahresvizemeister HaSpo Bayreuth antreten, fehlt mit Anton Ehrlinger der mit 102 Toren nach Patrick Schneider (111) zweitbeste Rothenburger Werfer der Vorsaison. Der Rückraumspieler ist zum Drittligisten TuS Fürstenfeldbruck gewechselt.
Ebenfalls nicht mehr zum Regionalligakader gehören Tim Ehrlinger und Maximilian Schmidt (treten für die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga an), Mika Schneider aus beruflichen Gründen sowie Christian und Clemens Keller.
Externe Neuzugänge sind Daniel Laugner (zuletzt HSG Lauf/Heroldsberg) und Nikola Becejac, der vom TSV Lohr kommt.
Der erfahrene Laugner gilt als einer der besten Kreisläufer der Liga und ist ein Grund dafür, dass das Rothenburger Spiel in dieser Saison etwas anders aussehen dürfte. Der 33-Jährige soll für mehr Torgefahr auf der Kreisläuferposition sorgen, in den vergangenen Jahren nicht unbedingt eine Stärke der Rothenburger. „Wenn wir am Kreis mehr Torgefahr entwickeln, entlastet das unseren Rückraum”, hofft Fink.
In eben jedem Rückraum spielt der zweite Neuzugang. Der 29-jährige Becejac bekleidet als Linkshänder die rechte Rückraumposition, ist 1,90 Meter groß und stammt aus Serbien. Vor seinem Engagement in Lohr spielte er für RK Visegrad (erste Liga Bosnien-Herzegowina) und den Drittligisten Northeimer HC.
Nicht schlechter aufgestellt als letztes Jahr.
Hinzu kommen fünf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die zum Teil schon in der Regionalliga zum Einsatz kamen: Philipp Krauß, Felix Wack, Lukas Pfänder, Tom Reinert und Theo Erdmann. „Alles in allem sind wir nicht schlechter aufgestellt als letztes Jahr”, so Fink.
Neu in der Liga sind HBC Nürnberg, nach einem Jahr in der Oberliga wieder zurück im bayerischen Oberhaus, TSV Ismaning (Meister Oberliga Süd) und der TSV Haunstetten, der sich in der Aufstiegsrelegation gegen den ASV Cham durchsetzte.
Aus der dritten Liga ist die TG Landshut in die Regionalliga abgestiegen, die von Csaba Szücs trainiert wird. Es handelt sich allerdings nicht um den Senior, der einst etliche Jahre lang die Rothenburger trainierte, sondern um Csaba Szücs junior, ehemals Bundesligaspieler und slowakischer Nationalspieler.
Samstag, 20. September, 19.30 Uhr: HaSpo Bayreuth - TSV Rothenburg.
Samstag, 27. September, 19.30 Uhr: Rothenburg - DJK Waldbüttelbrunn.
Samstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr: TSV Ismaning - Rothenburg.
Samstag, 11. Oktober, 19.30 Uhr: Rothenburg - Allach.
Samstag, 18. Oktober, 18 Uhr: HT München - Rothenburg.
Samstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr: Rothenburg - HSC Coburg II.
Samstag, 15. November, 20 Uhr: TG Landshut - Rothenburg.
Samstag, 22. November, 19.30 Uhr: Rothenburg - SG Regensburg.
Sonntag, 30. November, 16 Uhr: HBC Nürnberg - Rothenburg.
Samstag, 6. Dezember, 19.30 Uhr: Rothenburg - TSV Lohr.
Samstag, 13. Dezember, 18 Uhr: SV Anzing - Rothenburg.
Samstag, 10. Januar, 19.30 Uhr: Rothenburg - TSV Haunstetten.
Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr: VfL Günzburg - Rothenburg.