Auf der Suche nach einem Trainer ist der Handball-Regionalligist TSV Rothenburg in der Oberpfalz fündig geworden. Der Neue heißt Christian Weigl und kommt aus Sulzbach-Rosenberg.
Anders als sein Vorgänger Andreas Trabold (39) aus Kitzingen, der im November nach nur einem halben Jahr im Amt zurückgetreten war, verfügt der 58-Jährige über viel Erfahrung.
„Mit seinem Sachverstand und seiner Mentalität sehe ich Weigl als einen Glücksgriff, der uns zudem mitten in der Saison gelungen ist“, sagt TSV-Abteilungsleiter Norbert Fink.
Weigl spielte vor Jahrzehnten für den TSV Ansbach in der Regionalliga und auch eine Zeit lang in Italien. Der Sportwissenschaftler und promovierte Psychologe führt am Heimatort eine Firma mit rund 50 Mitarbeitern, die sich um die Themen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz kümmern.
Als lizenzierter Trainer war Weigl unter anderem für die Männer des HC Sulzbach-Rosenberg in der Landesliga aktiv. Außerdem ist er für den Verband in der Nachwuchsarbeit tätig.
Anfang des Jahres war Weigl als neuer Geschäftsführer beim HSC Bad Neustadt vorgestellt worden, allerdings kam das Engagement dann doch nicht wie geplant zustande.
„Ich glaube, ich kann begeistern, anstecken und mitreißen“, nannte Weigl einmal in einem Fragebogen seine Stärken. Die sind gefragt bei den Rothenburgern, die nach einer Negativserie bis Mitte November ungemütlich nahe an die Abstiegszone herangerutscht waren.
Dem Trainerrücktritt folgten zwei Heimsiege gegen die unmittelbaren Konkurrenten Roßtalund Lohr. Mit erst sieben Punkten ist für den Tabellenzehnten die Abstiegsgefahr noch nicht endgültig gebannt.
„Ich bin mir sicher, dass es mit Weigl, der sich bereits intensiv mit der Mannschaft beschäftigt hat, in der Tabelle noch weiter nach oben geht für uns“, sagt Fink. Bis zum nächsten Spiel ist noch etwas Zeit. Am 18. Januar gastiert Rothenburg bei der DJK Waldbüttelbrunn.