Nur eine halbe Regionalligasaison lang war Andreas Trabold Handballtrainer beim TSV Rothenburg. Nun ist der Kitzinger zurückgetreten.
Eine Folge der sportlichen Misere. Die Tauberstädter haben aus acht Spielen nur drei Punkte geholt und rangieren in der Abstiegszone. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie.
Für den Rothenburger Handball-Abteilungsleiter Norbert Fink kam der Rücktritt trotz der sportlich unbefriedigenden Situation überraschend. „Das war ganz alleine eine Entscheidung von Andreas. Von meiner Seite aus gab es keinen Druck in dieser Richtung und auch aus der Mannschaft keine negativen Rückmeldungen zur Arbeit des Trainers“, berichtet Fink.
Den Rothenburgern stehen nun zwei wichtige Heimspiele gegen den TSV Roßtal und den TSV Lohr bevor, die ebenfalls im unteren Tabellendrittel stehen. „Ich erwarte nun, dass die Mannschaft die Zeichen der Zeit erkannt hat und eine Reaktion zeigt“, sagt Fink.
In die missliche sportliche Lage geriet das Team, weil es heuer oft nicht gelang, knappe Spiele für sich zu entscheiden. Bitter waren die Heimniederlagen gegen den HSC Coburg II und VfL Günzburg mit je einem Tor, oder auch das 25:27 beim SV Anzing. Die Rothenburger brachten mehrfach in dieser Saison einen klaren Vorsprung nicht ins Ziel.
Vorerst übernehmen der bisherige Co-Trainer Marcell Könnicke, den Trabold mitgebracht hat, und Volker Ehrlinger, Trainer der zweiten Mannschaft, den Trainerjob beim Regionalligateam. Eine Dauerlösung wird daraus wohl nicht. Fink will „schnellstmöglich“ einen Nachfolger präsentieren.
Trabold, der vor seinem Engagement an der Tauber vier Jahre lang die Frauen der HSG Pleichach trainiert und vor Jahren selbst für die Rothenburger gespielt hatte, trat im Sommer beim TSV die Nachfolge von Bernd Becker an, der zurück zum TSV Lohr ging.