Am Samstag, 29. März (19.30 Uhr, Kerschensteiner-Halle), können die Regionalligahandballer des TSV Rothenburg befreit aufspielen. Sie treten beim klar favorisierten Tabellenführer SG Regensburg an und hoffen auf eine weitere Überraschung.
Schon in den vergangenen Jahren konnten die Rothenburger das eine oder andere Mal Punkte aus Regensburg entführen. In der laufenden Saison erscheint das Unterfangen aber schwieriger dennje. Die Regensburger „Adler“ kreisen seit Monaten souverän an der Tabellenspitze. Nur im ersten Saisonspiel gab es bei der TG Landshut eine knappe Niederlage und das Hinrundenheimspiel gegen Verfolger HaSpo Bayreuth endete 28:28.
Alle anderen Spiele gewann die SG und das sehr oft sehr deutlich. Mit fast 35 erzielten Toren pro Spiel liegt die Mannschaft von Trainer Benjamin Herth auf Platz 1. Nachdem schon in den letzten Jahren regelmäßig der Aufstieg in die 3. Bundesliga anvisiert worden war, scheint er in dieser Saison erreicht werden zu können.
Dazu trägt insbesondere bei, dass die Regensburger nun über einen auch in der Breite sehr starken Kader verfügen, was in der Vergangenheit nicht so war. Vier Punkte beträgt aktuell der Vorsprung vor Bayreuth. Spätestens am drittletzten Spieltag, wenn die beiden Topteams im Rückspiel aufeinandertreffen, soll die Meisterschaft klar gemacht werden.
Die Rothenburger haben sich in den vergangenen Wochen durch gute Leistungen auf einen komfortablen Platz 7 im Tabellenmittelfeld manövriert und sollten im verbleibenden Saisonverlauf nicht mehr in Abstiegsnöte geraten. Dass die kräftezehrenden Partien der letzten Wochen, in denen Trainer Valentin Akushka auch immer wieder mit Ausfällen konfrontiert war, nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen sind, zeigte das Spiel gegen die TG Landshut vor einer Woche. Nach der Pause waren die Akkus leer und es gelang fast nichts mehr. Am Ende stand gegen den Drittligaabsteiger eine deutliche 16:34-Niederlage.
In Regensburg wird beim TSV Rechtsaußen Srdjan Ilicin wieder dabei sein, dafür fehlt Dennis Orf. Mit Niklas Bauer, Felix Wack, Lukas Pfänder und Theo Erdmann werden vier Spieler im Kader stehen, die zur nächsten Saison aus der Jugend in den Männerbereich wechseln werden. Die gute Jugendarbeit und das Konzept, eigene Jugendspieler an die Männermannschaften heranzuführen, zahlen sich für die Rothenburger also erneut aus. Ob die Nachwuchskräfte bereits so weit sind, dem Tabellenführer Paroli zu bieten, wird sich zeigen.