Bau einer Fußgängerbrücke an der Kaserne in Katterbach beginnt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.02.2024 15:35

Bau einer Fußgängerbrücke an der Kaserne in Katterbach beginnt

Lästig und aus der Sicht der US-Militärs auch ein Sicherheitsrisiko: Noch wird der Verkehr zwischen der Katterbach-Kaserne (links) und der Bismarck-Kaserne durch eine Ampel geregelt. (Archivfoto: Jim Albright)
Lästig und aus der Sicht der US-Militärs auch ein Sicherheitsrisiko: Noch wird der Verkehr zwischen der Katterbach-Kaserne (links) und der Bismarck-Kaserne durch eine Ampel geregelt. (Archivfoto: Jim Albright)
Lästig und aus der Sicht der US-Militärs auch ein Sicherheitsrisiko: Noch wird der Verkehr zwischen der Katterbach-Kaserne (links) und der Bismarck-Kaserne durch eine Ampel geregelt. (Archivfoto: Jim Albright)

Noch in diesem Frühjahr beginnt die US-Armee mit dem Bau einer Fußgängerbrücke, die die beiden Kasernen im Ortsteil Katterbach verbinden wird und eine kreuzungsfreie Querung der Bundesstraße 14 ermöglichen soll. Das vom Staatlichen Bauamt Nürnberg geplante Bauwerk soll rund 2,3 Millionen Dollar kosten.

Derzeit sind die US-Soldaten und ihre Familienangehörigen gezwungen, eine Ampelanlage zu passieren, wenn sie von der südlich der B14 gelegenen Katterbach-Kaserne in die nördlich der Bundesstraße liegende Bismarck-Kaserne gelangen wollen und umgekehrt.

Das ist aus Sicht der Garnisons-Führung nicht nur unbequem. Die beiden gegenüberliegenden, direkt an der Bundesstraße platzierten Kaserneneingänge stellen für die US-Armee auch ein Sicherheitsrisiko dar.

Hintergrund: Als nach dem Attentat auf das World-Trade-Center am 11. September 2001 die Kontrollen an den Kasernen-Einfahrten verschärft wurden, bildeten sich immer wieder Rückstaus auf die B14, sodass bald seitens der US-Armee der Wunsch nach einer Ortsumgehung für Katterbach geäußert wurde. Nach jahrelangen Diskussionen – bei denen es natürlich auch um den dafür benötigten Grunderwerb und den Flächenverbrauch ging – wurde die Umgehungsstraße 2016 endgültig beerdigt.

Die US-Armee hat inzwischen einen neuen Hauptzugang am östlichen Rand der Katterbach-Kaserne gebaut. Es gibt also keine Möglichkeit mehr, direkt von der B14 in die beiden Kasernen abzubiegen. Aus Ansbach kommend müssen alle Fahrzeuge zum Beispiel den Ort komplett passieren und nach dem Ortsausgangsschild in Richtung Neukirchen abbiegen, um zum neuen „Main Gate“ zu gelangen. Um von dort weiter in die Bismarck-Kaserne zu gelangen, muss man die Katterbach-Kaserne durchqueren, um an der Ampelanlage die B14 überqueren zu können.

67 Meter Stützweite

Die geplante Fußgängerbrücke, die dem Bauausschuss des Ansbacher Stadtrats im April 2023 erstmals vorgestellt wurde, soll bald zumindest für die Fußgänger die Wegezeiten verkürzen.

Das Bauwerk hat gewaltige Ausmaße. Weil der Schwerlastverkehr auf der B14 nicht behindert werden darf, muss die lichte Höhe zwischen der Fahrbahn und der Brücke mindestens 5,20 Meter betragen. Die Gesamtstützweite von rund 67 Metern überspannt – ausgehend von der nördlich liegenden Bismarck-Kaserne – eine Stützmauer, eine Kasernenstraße, einen Grünstreifen und die Bundesstraße 14 mit einem Geh- und Radweg.

Am nördlichen Ende der Brücke ist der Höhenunterschied zum Gelände mit 1,76 Metern so gering, dass kurze Rampen und Treppen zum Anschluss ausreichen. Am südlichen Ende in der Katterbach-Kaserne jedoch muss ein Höhenunterschied von 5,80 Metern mit einer großen Treppe und einem Aufzug ausgeglichen werden.

Das Brückenbauwerk, das voraussichtlich bis 2025 stehen wird, löst allerdings nicht das Problem, wie Fahrzeuge von einer Kaserne in die andere gelangen können, ohne die B14 queren zu müssen. Deshalb kündigte Standort-Kommandant Aaron B. Dixon jetzt auf einem Empfang an, man plane, eine Fahrzeugbrücke am östlichen Ende von Katterbach- und Bismarck-Kaserne zu bauen. Dixon wörtlich: „Wenn das alles fertig ist, können wir unsere Schranken an der B14 schließen und die Ampel ganz abschaffen.“


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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