Bereits in wenigen Tagen ist die Polizeiinspektion Ansbach nicht mehr unter der bislang gültigen Nummer zu erreichen. Was daran besonders ist? Damit einher geht auch eine geänderte Verwendung der bisherigen Notruf-Wahl.
Stichtag für die Neuerung ist Mittwoch, 19. März, zu diesem Datum wird der für den gesamten Polizei-Apparat im Freistaat zuständige Provider Vodafone die Nummern in Ansbach umstellen. Unter der bislang gültigen Ziffernfolge 9094121 wird dann nur noch ein Band zu hören sein, bei dem Polizei-Chef Josef Mehringer höchstpersönlich auf die geänderte Nummer hinweist.
Ab diesem Datum ist die Wache am Karlsplatz dann nur noch unter der neuen Nummer 35765740 zu erreichen. Wenn aber der Einsatz der Ordnungshüter direkt vor Ort nötig sein sollte, sind Bürgerinnen und Bürger künftig deutschlandweit angehalten, direkt die bislang Notrufen vorbehaltene Nummer zu wählen. „110, wenn du die Polizei brauchst“, bringt es der Ansbacher Polizei-Chef auf den Punkt: „Man muss nicht in absoluter Not sein.“
Diese Umstellung hat natürlich Gründe. Zum einen reichen die Durchwahlstellen hinter der bisherigen Ziffernfolge (9094-) nicht mehr aus, da sie neben der Wache auch die Verkehrspolizei und die Kripo beinhaltet. Zum anderen, und das ist aus polizeilicher Sicht deutlich wichtiger, soll der neue Anschluss dabei helfen, lästige Verzögerungen zu vermeiden. „Oftmals war belegt“, berichtet Mehringer aus leidvollen Erfahrungen. Und ist Gefahr im Verzug, können Minuten über Wohl und Wehe entscheiden.
„Das ist schnell und unkompliziert“, sagt der 63-Jährige über das neue, automatisierte Prozedere im Vorfeld eines Einsatzes. Wer bei Bedarf dann die 110 wählt, landet in der für Mittelfranken zuständigen Einsatzzentrale in Nürnberg, die 24 Stunden am Tag mit rund zwei Dutzend Mitarbeitern besetzt ist.
„Sobald der Anruf aufgenommen ist, wird er für uns sichtbar“, erklärt Mehringer. Das schließt sämtliche Daten ein und natürlich den Ort des Einsatzes. „Das geht wesentlich schneller als bisher.“