Ferienzeit ist Baustellenzeit – daran hält sich auch das Staatliche Bauamt Ansbach. In dieser Woche sind die Arbeiten zum Umbau des Knotenpunktes der Bundesstraße 13 mit der Welserstraße angelaufen. Die B13 ist deshalb im Bereich der Philipp-Zorn-Straße bis Anfang September komplett gesperrt.
An der Einmündung der Welserstraße in die B13 wird eine Ampelanlage errichtet, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. An der Kreuzung trifft die Philipp-Zorn-Straße mit 12.000 Fahrzeugen täglich auf die Welserstraße, von der täglich rund 5000 Autos auf die Bundesstraße einbiegen wollen. Durch die Ampelanlage sollen auch Fußgänger und Radfahrer leichter die B13 in diesem Bereich queren können.
Zusätzlich werde der Oberbau der B13 auf einer Länge von 226 Metern erneuert, teilte das Staatliche Bauamt mit. Aktuell läuft das Abfräsen der alten Straßendecke zwischen der Kreuzung zur Beckenweiherallee/Milchhofstraße und der Einmündung Schenkstraße. Der überörtliche Verkehr wird über die Südosttangente umgeleitet, der örtliche Verkehr muss sich nach der Bahnunterführung am Oechsler-Knoten durch die Draisstraße quälen, um zur Welserstraße zu gelangen.
Die Abwasserentsorgung Ansbach (awean) nutzt die Baustelle und die Vollsperrung der Kreuzung, um in der Welserstraße rund 150 Meter Abwasser-Kanal im Inliner-Verfahren zu sanieren. Dabei müssen die Rohre nicht ausgegraben werden. Harzgetränkte Polyester-Schläuche werden in den bestehenden Kanal eingeführt und durch Druckluft an die Rohrwand gepresst. Wenn das Harz aushärtet, ist der Kanal wieder dicht.
Zu den Kosten: Der Stadtrat hat im Februar der Kreuzungsvereinbarung zugestimmt. Die Kosten von rund 500.000 Euro werden im Verhältnis 70:30 zwischen dem Bund und der Kommune aufgeteilt. Deshalb wurden 120.000 Euro in den städtischen Haushalt 2025 eingestellt.
Ab dem 12. August kommt in diesem Bereich der Bundesstraße 13 eine weitere Baustelle hinzu: Am Schafft-Knoten, der Kreuzung der B13 (Eyber Straße und Matthias-Oechsler-Straße) mit der Staatsstraße 2223, wird eine Dreiecksinsel vergrößert und ein Ampelmast versetzt, um den Aufenthaltsbereich für Radfahrer zu vergrößern.
Während dieser Umbau-Arbeiten ist kein Rechtsabbiegen von der Matthias-Oechsler-Straße kommend in die Staatsstraße 2223 nach Windsbach möglich.
Doch auch im kommenden Jahr wird die Welserstraße nicht zur Ruhe kommen. Denn ab 2025 wird die seit Jahren marode Straße saniert und umgebaut. Die Straße bekommt breitere Gehwege, dazu entfallen die kostenlosen Parkplätze entlang der Straße.
Die Umbau-Arbeiten im Jahr 2025 werden ebenfalls mit Kanal-Bauarbeiten beginnen. Die Abwasser-Rohre unter der Welserstraße zwischen der Triesdorfer Straße und der Dürrnerstraße sollen in offener Bauweise saniert werden.