Dass die Fußballer der SpVgg Ansbach mit dem SV Hahnbach aus der Oberpfalz einen neuen Gegner kennenlernen, hat mit dem Wünsch-dir-was-Modus im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb zu tun.
Die Auslosung lief schon rund 40 Minuten lang, als der SV Hahnbach als einer der letzten Kreissieger gezogen wurde. Er habe von der Mannschaft einen Zettel mit der Rangliste der Wunschgegner bekommen, sagte der SVH-Vertreter ins BFV-Mikrofon. Von den darauf genannten Teams war zu diesem Zeitpunkt noch die SpVgg Ansbach verfügbar, die er weisungsgemäß als Gegner erwählte.
So also kommt es, dass die nullneuner am Dienstag, 6. August, ab 18.30 Uhr auf der Josef- Trösch-Sportanlage an der Umgehungsstraße 17a in Hahnbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) eines von 32 Erstrundenspielen im bayerischen Toto-Pokal bestreiten.
Möglichst ohne Umweg will der Regionalligist in Runde zwei. „Wir werden da nicht rumeiern oder wild rotieren, wir nehmen das Spiel total ernst“, sagt SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber. Gegenüber dem 4:1-Erfolg über Viktoria Aschaffenburg deutet er dennoch die eine oder andere Umstellung an.
Abwehrchef Eric Weeger, Torschütze gegen Aschaffenburg, hat sich in einen Kurzurlaub verabschiedet und wird wohl durch Jonas Bayerlein ersetzt. Außerdem plant Reutelhuber mit Außenverteidiger Sebastien Döring und Offensivspieler Björn Angermeier in der Startelf.
Als Trainer hatte Reutelhuber zuletzt ein Erfolgserlebnis, als Spieler kassierte er am Wochenende eine bittere Niederlage. Mit dem SV Alesheim musste sich Reutelhuber in der Bezirksliga bei Fortuna Neuses, Partnerverein der SpVgg Ansbach, mit 2:7 geschlagen geben. „Das war schon krass. Mit individuellen Fehlern haben wir dem Gegner das Toreschießen leicht gemacht“, so Reutelhuber, der als ehemaliger Regionalligaakteur seinen Heimatverein unterstützt.
Hahnbach hat in der Bezirksliga Oberpfalz Nord mit sieben Punkten aus drei Spielen bei 6:2 Toren einen guten Saisonstart hingelegt. Drei der sechs Treffer hat Torjäger Tobias Hütter erzielt. Trainiert wird der SVH von Ilker Caliskan. Als Spieler war der 44-Jährige einst unter anderem beim SC Feucht, Bayern Hof und FC Amberg aktiv.
In der abgelaufenen Bezirksliga-Saison kam Hahnbach als Achter ins Ziel. Im Spieljahr davor schnupperte der SVH als Vizemeister am Aufstieg in die Landesliga, setzte sich in der Relegation zunächst gegen den FC Amberg durch und scheiterte schließlich knapp am FC Tegernheim.
Bei besagter Auslosung in der Kötztinger Spielbank sorgte der TSV Ziemetshausen für Aufsehen. Als Erstgezogener hatte der schwäbische Bezirksliga-Aufsteiger die freie Auswahl, verschmähte jedoch die Profivereine (darunter 1860 München) und wählte den benachbarten Bayernligisten FC Memmingen. Begründung: Das eigene Stadion sei zu klein für große Gegner.
Als der TuS Feuchtwangen 2022 als Kreissieger in einer ähnlich glücklichen Lage war, ließ man sich nicht zweimal bitten und holte nach dem Sensationserfolg über die SpVgg Unterhaching den TSV 1860 München ins Heinz-Seidel-Stadion.
Heuer bekommen es die Löwen mit dem Kreisklassisten SSV Kasendorf in Oberfranken zu tun.