Ein wilder Elefant ist in einem bekannten Nationalpark in Thailand auf einen Touristen losgegangen und hat diesen tödlich verletzt. Der Angriff habe sich am Montag auf einem Campingplatz im Khao Yai National Park ereignet, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Bangkok, zitierte die Zeitung „Bangkok Post“ einen örtlichen Ranger.
Das 69-jährige Opfer sei am frühen Morgen in der Nähe seines Zeltes spazieren gegangen, als der Elefant auf ihn losgegangen sei. Den Angaben zufolge stammt der Thailänder aus einer nahegelegenen Provinz.
Der Elefant, der den Angaben des Rangers zufolge in der Brunft war, soll zuvor bereits zwei Einheimische getötet haben. Er habe den Mann mit seinem Rüssel gepackt, auf den Boden geschleudert und dann auf ihn eingetreten. Das Opfer sei sofort tot gewesen.
Andere Camper hätten die Attacke völlig entsetzt beobachtet - sich aber aus Angst vor dem aufgebrachten Tier nicht aus ihren Zelten herausgetraut. Kurz darauf seien Wildhüter des Nationalparks und die lokale Polizei zum Unglücksort geeilt und hätten den Elefanten vertrieben. Die Behörden überlegen nun, das Tier in eine möglichst menschenleere Region umzusiedeln, um weitere Angriffe zu verhindern, wie der örtliche Polizeichef Weerapol Rabiappho sagte.
Elefanten sind die Nationaltiere Thailands. Sie werden tief verehrt und sind gesetzlich geschützt. Laut Zahlen des WWF aus dem Jahr 2023 leben nur noch etwa 4.000 bis 4.500 Elefanten in dem Königreich in freier Wildbahn. Vor allem der massive Verlust ihres Lebensraums macht den Dickhäutern zu schaffen. Immer häufiger kommt es zu Mensch-Tier-Konflikten. Asiatische Elefanten werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet eingestuft.
Der 1962 eingerichtete Khao Yai National Park ist einer der größten in Thailand und begeistert Touristen aus aller Welt mit Dschungeln, Wasserfällen und einer reichen Tierwelt von Elefanten über Gibbons bis zu zahlreichen exotischen Vögeln. Seit 2005 gehört der Nationalpark zum Weltnaturerbe der Unesco.
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