Über eine großartige Unterstützung freuten sich Evi Siebachmeyer, Claudia Schilling und Claudia Zinnecker vom Helferkreis Wilburgstetten beim ersten Solidaritäts-Festival in der Turnhalle. Bis in den späten Abend gab es reichlich Musik – von Balladen über bekannte Hits bis zu Punk-Rock.
Alle Bands verzichteten auf ihre Gage, zudem war das Spendenaufkommen erfreulich. Hintergrund des Festivals ist die Suche nach einem neuen Standort für das Begegnungszentrum. Dieses war mit der ersten Flüchtlingswelle vor gut zehn Jahren im ehemaligen Kindergarten an der Bahnhofstraße eingerichtet worden. Angegliedert wurden der Begegnungsstätte ein Second-Hand-Laden und ein Café. Wer sich also einen Kaffee gönnte, konnte in entspannter Atmosphäre mit den Ehrenamtlichen des Helferkreises oder den Geflüchteten ins Gespräch kommen. Dazu konnten das eine oder andere Kleidungsstück oder Haushaltswaren erworben werden.
Mit der Nutzung der Räume im ehemaligen Kindergarten ist nun aber Schluss, denn das Gebäude wird abgerissen, weshalb die Räume bis Ende Februar 2026 geräumt sein müssen. In Gesprächen mit der Gemeinde haben sich allerdings schon Alternativmöglichkeiten ergeben. Ein leer stehendes, ehemaliges Geldinstitut an der Bahnhofstraße, das ehemalige Jugendzentrum an der Hauptstraße oder auch leer stehende Geschäftsräume in einem Anwesen an der Frankenstraße sind im Gespräch.
Beim Festival war auch Bürgermeister Michael Sommer anwesend. Kritische Äußerungen bezüglich einer mangelnden Unterstützung durch die Gemeinde konnte er nicht nachvollziehen. Die Turnhalle sei kostenfrei für das Festival zur Verfügung gestellt worden, und bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten habe die Kommune bereits im vergangenen Jahr Unterstützung geleistet. Der Verein müsse sich nun über die künftige Ausrichtung Gedanken machen, so Sommer. Man sei für Gespräche über die wichtige Arbeit des Helferkreises offen.
Das Miteinander, die Musik sowie Tanz und gute Gespräche standen beim Festival im Mittelpunkt. Und überraschende Momente gab es auch: Der 44-jährige Matthias Kümpflein, der seit 26 Jahren in einer ambulant begleitenden Einrichtung in Ellwangen wohnt, hat vom Helferkreis und dessen Arbeit erfahren und über 400 Euro gespendet. Dafür erhielt er viel Beifall.
Zu Gast beim Festival war auch Peter Jüdt, bei der Stadt Feuchtwangen zuständig für Integration, Migration und Inklusion. Er zeigte großes Interesse am Festival. Denn eine ähnliche Veranstaltung wäre auch was für Feuchtwangen, wie er meinte. Mit dem Verlauf des Solidaritäts-Festivals war das Organisationsteam laut Evi Siebachmeyer sehr zufrieden. Rund 30 Helferinnen und Helfer brachten sich ein. Man sei guter Hoffnung für die Zukunft des Begegnungszentrums, fasste das Team des Helferkreises zusammen.