Im Messenger WhatsApp kursiert vor allem in Gruppenchats ein Kettenbrief, in dem fälschlicherweise behauptet wird, dass „ab Samstag KI auf WhatsApp verfügbar“ sei und dann „Zugriff auf alle Unterhaltungen“ habe.
Tatsächlich ist:
Das hebt Meta in seiner WhatsApp-Hilfe auch deutlich hervor: „Nur Nachrichten, in denen @Meta AI erwähnt wird oder die Personen mit Meta AI teilen, können von Meta gelesen werden. Meta kann keine anderen Nachrichten in deinen persönlichen Chats lesen.“ Denn die sind nämlich wie auch Gespräche durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt.
Auch die Kettenbrief-Behauptungen, dass die KI Telefonnummern sehen könne oder sogar Zugriff auf persönliche Informationen und private Gespräche habe, ist völlig aus der Luft gegriffen - und verfolgt nur ein Ziel: Panik schüren und Angst verbreiten.
Deshalb raten die Verbraucherzentralen grundsätzlich in solchen Fällen: „Löschen Sie Kettenbriefe - auch die ungefährlichen -, ohne sie weiterzuleiten.“
Als „Heilmittel“ gegen den frei erfundenen, globalen KI-Zugriff empfiehlt der Kettenbrief die Einstellung „erweiterter Datenschutz“, die es schon seit April 2025 gibt.
Was hat es mit der Einstellung auf sich, die sowohl für Gruppen- als auch für Einzelchats getroffen werden kann? - Sie
„Erweiterter Datenschutz“ kann also erschweren, dass Inhalte den jeweiligen Chat verlassen, es aber nicht komplett verhindern, weil Kopien oder Screenshots einzelner Inhalte weiter möglich sind. Ob und wie sinnvoll die Einstellung für Einzelne oder Gruppen ist, müssen diese selbst entscheiden. Die Kettenbrief-Argumentation für diese Einstellung entbehrt aber jeder Grundlage.
Bei der Einführung des „erweiterten Datenschutzes“ vor mehr als einem Jahr hatte Meta als mögliches Anwendungsbeispiel Settings genannt, in denen man nicht alle Personen genau oder persönlich kennt, aber wo es dennoch um sensible Themen geht - etwa Gespräche über gesundheitliche Herausforderungen in einer Selbsthilfegruppe.
„Netzpolitik.org“ kritisierte in diesem Zusammenhang „den halbherzigen Ansatz von Whatsapp in Sachen Datenschutz und Privatsphäre“. Der Messenger ermögliche zwar Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation, speichere aber aussagekräftige Metadaten.
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