Wir sind mittendrin in der Sommerreisewelle und damit in der Stausaison. Füllen werden sich vor allem die Routen in Richtung Süden in die Alpen und weiter ans Mittelmeer, die Wege an die Küsten von Nord- und Ostsee und auch schon die ersten Heimreisespuren.
Da hilft kein Wehklagen - viele Reisende dürften häufig im Stau stecken, sagt der ADAC fürs nächste Wochenende (10. bis 12. Juli) voraus. Auch der Auto Club Europa (ACE) erwartet eine hohe Staugefahr.
Viele Bundesländer sind schon in die Sommerferien gestartet. Nun kommen Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Auch im Süden der Niederlande beginnt jetzt die schulfreie Zeit. Und gerade auch bei schönem Wetter dürften zudem viele Tagesausflügler oder Kurzentschlossene für Staus sorgen. Zumindest für die Zufahrtsstraßen in Richtung Berge, Küsten und Seenlandschaften rät der ADAC daher, viel Geduld mitzubringen.
Zwar kann nicht jeder den Starttermin seiner Reise flexibel gestalten. Doch wer in der glücklichen Lage ist, sollte das tun und besser unter der Woche am Dienstag oder Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs aufbrechen, so der ACE.
Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Reisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht.
Wer partout am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder sogar darüber nachdenken, in der Nacht zu fahren. Doch das erfordert noch mehr Konzentration, richtige Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen. Vom Wochenende ist der Sonntag noch der beste Reisetag - mit den erst am Mittag zu erwartenden StaugefahrenDie vielen Baustellen wurden schon erwähnt, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Anzahl der geplanten Autobahnsperren ist im Gegensatz zu den vergangenen Wochenenden gesunken. Dennoch gibt es mancherorts noch welche an diesem Wochenende: etwa in Hamburg auf der A 1 (Lübeck - Bremen). Der ADAC hat dazu eine Seite im Netz.
Der ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
Auch der Reiseverkehr im Ausland wird stärker - „er quält sich auch über die Autobahnen“, wie es der ADAC formuliert. Das gilt unter anderemöö für Österreich, wo die Stausaison vor allem auf den Transitrouten weiter Fahrt aufnimmt.
Als Hauptverkehrszeiten nennt der ACE den Freitagnachmittag - speziell in den Ballungsräumen - sowie den Samstag ab den Morgenstunden bis in den späten Nachmittag. Am Sonntag herrsche ab Mittag Rückreiseverkehr.
Auch hier machen zudem einige Baustellen den Reisenden das Leben weiterhin schwer. Das gilt etwa für jene zur Generalsanierung der Luegbrücke (A 13) kurz vor dem Brennerpass sogar für die kommenden Jahre.
Zudem weisen die Clubs auf Restriktionen auf den Ausweichstrecken in Tirol hin. So gelten laut ADAC hier seit 1. Mai generell Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntalautobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.
Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Webseite der Asfinag ansehen.
Auch in der Schweiz verstärkt sich der Transitverkehr vor allem in südliche Richtung spürbar, so die Autoclubs. Neben den Hauptachsen wie etwa der A 1 (Bern – Zürich – St. Gallen) oder der A 3 (Basel – Zürich – Chur) ist hier die Gotthardroute (A 2) speziell gefährdet. Dort sind laut ACE lange Staus und Wartezeiten von über einer Stunde „durchaus wahrscheinlich“.
Ab einer Stunde Wartezeit vor dem Gotthardtunnel kommt dem ACE zufolge ein Ausweichen über die San-Bernardino-Route (A 13) infrage. Letztere dürfte allerdings auch stark befahren sein.
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