Spinnen, Asseln und Co. haben ein Imageproblem, sie gehören nicht zu den beliebtesten Gartenbewohnern. Dennoch sind sie nützliche Helfer - etwa, weil sie Schädlinge fressen oder selbst Nahrung für andere Arten sind. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt Tipps, wie man Nützlinge unterstützt.
Ein guter (und fauler) Anfang: sich zu viel Ordnung im Garten verkneifen und stattdessen wilde Ecken zulassen. Indem man totes Holz liegen lässt, schafft man Bereiche für Insekten, die feucht und geschützt sind. In solchen Haufen leben etwa Spinnen, Asseln und auch Käferlarven, die Igel besonders gern fressen.
Wer Kletterpflanzen und Hecken im Garten hat, bietet Vögeln ein geschütztes Plätzchen. Generell führt ein dichter Bewuchs dazu, dass sich Insekten und kleine Säugetiere wohler fühlen.
Ein Teich mit flachen Uferzonen und viel Vegetation schafft einen Lebensraum für Libellenlarven und andere Wasserbewohner wie Frösche. Auf Fische am besten verzichten, da sie Laich und Larven fressen.
Auch so unterstützen Sie kleine Gartenhelfer:
Je mehr Nützlinge im Garten leben, desto besser sind Kulturpflanzen geschützt.
Ein erster wichtiger Schritt ist, vermeintliche Schädlinge wie Blattläuse und Raupen zu tolerieren. Denn sie dienen als Nahrung für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Bei Marienkäfern, Wespen, Heuschrecken und Käfern etwa stehen Blattläuse, Raupen oder Schneckenlarven auf dem Speiseplan.
Doch Nützlinge können noch mehr: Asseln zersetzen abgestorbenes Laub und machen daraus wertvollen Humus für den Boden. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen sorgen für fruchtbare Böden und gute Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse. Auch Ameisen zersetzen organisches Material, bauen Humus auf und belüften den Boden.
Mit den richtigen Pflanzen kann man Nützlinge in den Garten locken. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat dafür einige Beispiele:
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