Weil er die Straße zur Rennstrecke machte, hat die Polizei am Montag einen BMW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen.
Der 24-Jährige am Steuer eines über 300 PS starken BMW war einer Zivilstreife der Ansbacher Polizeiinspektion gegen 23.30 Uhr im Stadtgebiet aufgefallen, weil er an einer Ampel nach dem Umschalten auf Grün so stark beschleunigte, dass der Wagen auf regennasser Fahrbahn die Traktion verlor.
Im Anschluss fuhr der junge Mann dem Polizeibericht zufolge auf der Residenzstraße und auf der Eyber Straße mit bis zu 90 Stundenkilometern statt dem dort erlaubten Tempo 50. Bei der weiteren Fahrt in Richtung Sachsen bei Ansbach beschleunigte der Fahrer auf der Staatsstraße auf bis zu 200 Stundenkilometer.
Den Beamten gelang es, den 24-Jährigen zu stoppen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Strafbar sind nämlich nicht nur illegale Wettfahrten, sondern auch Alleinrennen. Grundlage dafür ist der Paragraf 315d des Strafgesetzbuches. Er besagt, dass sich strafbar macht, wer sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.