So viele Ehrungen auf einmal wird es nicht so schnell wieder beim Posaunenchor Weigenheim geben. Allerdings erklärt sich die aktuelle Häufung leicht.
Während der Corona-Pandemie nämlich gab es keine Ehrungen, so dass jetzt die für vier Jahre gemeinsam vorgenommen wurden – in einem gut besuchten, festlichen Adventsgottesdienst, den der Bläserchor musikalisch mitgestaltete. Die Dekanatskantorin Agnes von Grotthus zeigte ihre Wertschätzung, indem sie die Ehrungen vornahm.
Es sind beeindruckende Zeitspannen, welche die Geehrten schon dem Chor zur Verfügung stehen. Gerhard Mühlbauer spielt bereits 66 Jahre im Ensemble mit – und er hat vor, es noch lange zu tun, berichtete der 81-Jährige. Nachdem er aus der Schule kam, begann er, Posaune zu spielen. Er hatte eine Schwarzweiß-Fotografie dabei, die ihn als jungen Mann im damaligen Posaunenchor zeigt. Von den darauf Abgebildeten ist er der einzige, der noch aktiv ist.
Auch die anderen bringen es teilweise auf sehr lange Treue zum Chor. Die Kameradschaft dort und die Freude an der Musik seien es, welche die Mitglieder bei der Stange halten, weiß die Dekanatskantorin. Zwei Urgewächse des Chors haben sich mit der Ehrung aber auch den Ruhestand redlich verdient: Richard May war 62 Jahre für den Chor im Einsatz, 30 Jahre lang wirkte er zudem als Schriftführer. Richard Stäck wurde nach 54 Jahren verabschiedet. Seit der Konfirmation gehörte er zu den Bläsern.
Chorobmann Armin Obmann freut sich insbesondere, dass während der Pandemie kein Mitglied das Instrument zur Seite legte. Alle besuchen weiterhin die Proben am Montagabend ab 19.30 Uhr im Gemeinderaum. Weitere Unterstützung ist jederzeit willkommen.
Auf den Gottesdienst folgte der Wirtshausbesuch, denn bei der anschließenden Adventsfeier bestand noch die Gelegenheit, die Geselligkeit weiter zu pflegen. Außer den Genannten wurden Albert Eisenhut für 50 Jahre, Martin Kneup, Gerald May und Thomas Feist für 40 Jahre sowie Katja Kneup, Jonas Schereth und Julian Bauer für jeweils zehn Jahre der Zugehörigkeit zum Ensemble geehrt.