SpVgg Ansbach tritt dem Favoriten Bayreuth mit breiter Brust entgegen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.10.2024 12:00

SpVgg Ansbach tritt dem Favoriten Bayreuth mit breiter Brust entgegen

Lukas Schmidt (rechts vorne, hier mit Laurin Bischofberger von Schwaben Augsburg) ist einer derjenigen, die sich aufdrängen. (Foto: Martin Rügner)
Lukas Schmidt (rechts vorne, hier mit Laurin Bischofberger von Schwaben Augsburg) ist einer derjenigen, die sich aufdrängen. (Foto: Martin Rügner)
Lukas Schmidt (rechts vorne, hier mit Laurin Bischofberger von Schwaben Augsburg) ist einer derjenigen, die sich aufdrängen. (Foto: Martin Rügner)

Als die SpVgg Bayreuth das letzte Mal bei der SpVgg Ansbach vorbeischaute, brachte sie mit Trainer Marek Mintal ehemalige Club-Starpower mit. Derartige Prominenz hat der ehemalige Drittligist für das Gastspiel diese Saison im Xaver-Bertsch-Sportpark (Samstag, 26. Oktober, 14 Uhr) nicht zu bieten. Aber vielleicht eine bessere Fußball-Mannschaft?

Das ist für den Ansbacher Trainer Niklas Reutelhuber keine Frage, sondern eine Tatsache. „Wucht und Intensität“ im Spiel der Bayreuther, die vergangene Saison lange um den Klassenerhalt bangen mussten, beeindrucken den Ansbacher Trainer, „das ist eine deutlich bessere Mannschaft als im Vorjahr“. Christoph Fenninger ist mit fünf Toren der erfolgreichste Angreifer, gefolgt von Jannik Graf mit vier Treffern.

Reutelhuber und sein Luxusproblem

Zentrale Figur im Bayreuther Spiel ist jedoch Eroll Zejnullahu, der einst für Union Berlin und den SV Sandhausen in der zweiten Liga spielte und nach einem Abstecher zum Drittligisten TSV 1860 München im Sommer nach Bayreuth zurückkehrte. „Für mich einer der besten Spieler der Liga“, so Reutelhuber.

Der Herausforderung Bayreuth fühlen sich die nullneuner gewachsen. Die Auswahl an Spielern ist groß derzeit. „Viele performen richtig gut und drängen sich auf, da eine Startelf auszuwählen, ist im Moment keine leichte Aufgabe“, beschreibt Reutelhuber ein Luxusproblem, das jeder Trainer eigentlich gerne hat.

Lukas Schmidt wieder in der Startelf

Offensivspieler Lukas Schmidt ist einer derjenigen, die erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht haben und der deshalb wieder mit einem Einsatz von Beginn an rechnen darf.

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Die Ansbacher sollen den Favoriten mit einer ähnlich intensiven Spielweise bekämpfen und im Idealfall sogar überrumpeln. „Wir gehen nach den Ergebnissen der letzten Wochen mit breiter Brust in dieses Heimspiel“, so Reutelhuber. Vier Spiele ohne Niederlage haben die nullneuner (13. Tabellenplatz/18 Punkte) hinter sich.

6500 Zuschauer in Bayreuth

Sehr viel beeindruckender ist die aktuelle Erfolgsserie der Bayreuther (2./33): zehn Spiele ohne Niederlage. 6500 Zuschauern sahen bei freiem Eintritt unter der Woche das 1:0 gegen die SpVgg Hankofen-Hailing.

Mit nur zwölf Gegentoren in 16 Spielen stellen die Oberfranken die beste Abwehr. Da lässt sich verschmerzen, dass der Angriff recht fahrlässig mit besten Torgelegenheiten umgeht und sehr viel mehr als die 26 Treffer bislang drin waren. Die Abschlussschwäche gilt als Grund für die 0:1-Niederlagen gegen Viktoria Aschaffenburg und FC Schweinfurt. Mit mehr als einem Tor verloren wurde gegen Bayern München II (2:4) und im Pokal beim Bayernligisten Fortuna Regensburg (2:5) – der Schönheitsfleck einer überraschend erfolgreichen Spielzeit bislang und mit ein Grund für die Trainerdiskussion, die sich vor ein paar Wochen um Mintal-Nachfolger Lukas Kling entspann.

Geschäftsführerin hält zum Trainer

Die neue Geschäftsführerin Nicole Kalemba hielt zum 34-jährigen Trainernovizen und nach der unerwarteten Erfolgsserie darf sich die 35-Jährige Sportmanagerin, einst Erstligaspielerin in Spanien und promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, mit der Dritten Liga beschäftigen. Viel früher als geplant. „Wenn man oben steht und die Aufstiegschance hat, dann nimmt man die natürlich auch wahr“, so Kalemba.

Vor einem Jahr reiste Bayreuth auch als Favorit nach Ansbach und lag in der Pause nach Toren von Michael Sperr und Eric Weeger 0:2 zurück.

Der Scheinfelder Tim Latteier (mittlerweile beim Regionalligisten FSV Frankfurt gelandet) und Trainersohn Jakub Mintal trafen in der zweiten Hälfte noch zum 2:2-Endstand. Letzterer ist wieder zum 1. FC Nürnberg zurückgekehrt. Zum Star und Publikumsliebling hat er es dort aber noch nicht gebracht.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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