SpVgg Ansbach startet Regionalliga-Saison beim TSV Buchbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.07.2023 12:18

SpVgg Ansbach startet Regionalliga-Saison beim TSV Buchbach

Nah dran am Gegner: Die Ansbacher Abwehr um Eric Weeger, der hier den FSV-Spieler Sebastian Lutz bremst, ließ in der Generalprobe kein Gegentor zu. (Foto: Martin Rügner)
Nah dran am Gegner: Die Ansbacher Abwehr um Eric Weeger, der hier den FSV-Spieler Sebastian Lutz bremst, ließ in der Generalprobe kein Gegentor zu. (Foto: Martin Rügner)
Nah dran am Gegner: Die Ansbacher Abwehr um Eric Weeger, der hier den FSV-Spieler Sebastian Lutz bremst, ließ in der Generalprobe kein Gegentor zu. (Foto: Martin Rügner)

Im Auftaktspiel der Fußball-Regionalliga beim TSV Buchbach (Samstag, 17 Uhr) trifft die SpVgg Ansbach auf einen gut bekannten, ziemlich jungen Trainer beim Gegner: Alexander Käs. Der 30-Jährige hatte früher schon immer mal wieder mit den nullneunern zu tun.

Der A-Lizenz-Inhaber aus Neuburg an der Donau war zuletzt zwei Jahre im Nachwuchsleistungszentrum des FC Ingolstadt beschäftigt. Mit 26 war Käs bereits Cheftrainer beim Regionalligisten TSV Rain (schon da gab es Begegnungen mit der SpVgg Ansbach) und zu seiner Zeit als Stützpunkt-Koordinator West hatte er regelmäßig mit dem Nachwuchsleistungszentrum bei der SpVgg zu tun.

Käs ersetzt Wutrede-Wolf

Zur neuen Saison übernahm Käs das Traineramt in Buchbach vom 25 Jahre älteren Ex-Profi Uwe Wolf. Die Buchbacher nahmen damit nicht nur einen krassen Typenwechsel in der sportlichen Führung vor, sondern den Ansbachern auch die Chance, eine Rechnung mit dem brummigen Wolf zu begleichen. Dessen Wutrede nach dem Rückspiel im Frühjahr, bei der eine Unterhose in unappetitlichem Zustand die Hauptrolle spielte, war der mit Abstand skurrilste Auftritt eines Gästetrainers bei einer Pressekonferenz im Xaver-Bertsch-Sportpark seit Menschengedenken. Mindestens.

Sieben Gegentore von Steer und Sztaf

Was in Buchbach überdies zu tun bleibt und im Sinne des sportlichen Erfolgs ohnehin viel wichtiger ist: die Bilanz aufbessern. Ansbach verlor vergangene Saison gegen das Gründungsmitglied der Liga beide Spiele bei einem Torverhältnis von 3:8. Sieben der acht Gegentore teilten sich Tobias Steer (4) und Tobias Sztaf (3). Sollten die Ansbacher gehofft haben, im Zuge des Buchbacher Umbruchs würden beide aus dem TSV-Kader verschwinden, wurden sie enttäuscht.

Ungeschlagen in der Vorbereitung

Die beiden Offensivspieler trugen ihren Teil dazu bei, dass die Buchbacher sieben Siege in acht Vorbereitungsspielen feierten und sie haben sogar noch neue Kollegen im Angriff bekommen, wobei man sich fragt, wie viele Abwandlungen von Tobias mittlerweile beim TSV über den Platz gerufen werden. Tobias Heiland (23) kam vom FC Augsburg II und Tobias Stoßberger (23) vom VfB Eichstätt.

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Zwei von insgesamt elf externen Neuzugängen, mit denen die Abgänge etlicher Stammspieler kompensiert werden sollen. Dazu zählen Daniel Muteba (FC Rot-Weiß Erfurt), Jonas Wieselsberger (SpVgg Bayreuth) und die Spitzer-Zwillinge Alexander und Marcel (beide Wacker Burghausen).

Neu in der Defensive sind unter anderem die Torhüter Felix Junghan (zuvor VfB Eichstätt) und Ludwig Zech (FC Ingolstadt II). Diese Woche kam noch Innenverteidiger Nerman Mackic vom Bayernligisten Türkspor Augsburg dazu. In den beiden letzten Testspielen gegen Al Jazira Abu Dhabi (1:0) und SV Heimstetten (2:0) blieb Buchbach ohne Gegentor. „Die letzten Spiele geben der Mannschaft schon auch Selbstvertrauen. Es ist wichtig, dass wir mit einem guten Gefühl in die Saison starten können“, wird Käs auf der TSV-Homepage zitiert.

Trainer ist als Trauzeuge gefordert

Am guten Gefühl mangelt es mittlerweile auch den Ansbachern nicht mehr. Das war rund um das Wochenende mit den Niederlagen gegen TSV Nördlingen (2:3) und VfR Aalen (3:8) noch anders.

Die Generalprobe aber war ebenfalls ein Erfolg ohne Gegentor (3:0 gegen FSV Hollenbach). Optionen für die Startaufstellung in Buchbach sind auch wieder die Stammkräfte Daniel Schelhorn (nach Zahn-Operation zurück) und Riko Manz (Verletzung überstanden).

Hasselmeier sieht sein Team gut präpariert für den Auftritt in dem oberbayerischen Dorf im Landkreis Mühldorf am Inn. Er selbst ist nicht dabei, weil als Trauzeuge bei einer Hochzeit unabkömmlich. Somit sind bei ihm am Wochenende gute Gefühle schon mal garantiert. Für die der Ansbacher Kicker sind die Co-Trainer Niklas Reutelhuber und Michael Griebel verantwortlich. „Die machen das, ich habe vollstes Vertrauen“, sagt Hasselmeier.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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