Die Generalprobe der SpVgg Ansbach für den Punktspielauftakt in der Fußball-Regionalliga Bayern am kommenden Samstag in Buchbach ist geglückt. Beim fast schon traditionellen Vergleich mit dem letztjährigen Achten der Oberliga Baden-Württemberg, FSV Hollenbach, gelang ein 3:0 (1:0)-Erfolg, der allerdings nicht so souverän erspielt wurde, wie es das Ergebnis besagt.
Um es gleich vorwegzunehmen: Nach zuletzt 16 Gegentreffern in den letzten drei Testspielen (2:5 gegen SpVgg Greuther Fürth, 3:8 gegen VfR Aalen, 2:3 gegen TSV Nördlingen) hielt diesmal die Defensive der nullneuner über 90 Minuten ihr Tor sauber und kam nach dem 5:0 im ersten Test gegen den SC 04 Schwabach zum zweiten Erfolg und damit auch zum zweiten Sieg ohne Gegentor.
Die Abwehr der Ansbacher verteidigte auch in den Sturm- und Drangphasen der „Jako-Elf“ clever, energisch und erfolgreich. Die Mittelfeldspieler verengten wirkungsvoll die Räume, die beiden Sturmspitzen liefen gut an und pressten beziehungsweise störten den Spielaufbau des FSV. Kurzum, der Hollenbacher Mannschaft von Trainer und Ex-Profi Martin Lanig boten sich wenige Möglichkeiten, um ein Erfolgserlebnis feiern zu können.
Auf der Gegenseite zeigte sich die Hasselmeier-Elf strukturiert und sehr effizient in ihrem Offensivverhalten. Die Hollenbacher hatten zwar mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz, die Tore schossen aber die Regionalliga-Fußballer.
So in der 20. Minute Lukas Schmidt den Führungstreffer, nachdem er von Eric Weeger mit einem langen Diagonalpass auf die Reise geschickt worden war, seine Gegenspieler abschüttelte und FSV-Torhüter Marc Goeltenboth mit einem platzierten Flachschuss keine Chance ließ. Niklas Seefried hatte fünf Minuten vor der Halbzeitpause Pech mit einem Schrägschuss, der knapp am FSV-Tor vorbeistrich.
Drei Minuten nach dem Seitenwechsel bewies der ehemalige Kapitän der U19 der SpVgg Ansbach, Tanyel Deliboyraz, warum er in der letzten Saison in der U19-Landesliga Nord mit 23 Treffern den zweiten Platz in der Torjägerliste belegte. Eine Flanke des Ex-Hollenbachers Michael Kleinschrodt bereitete seinen ehemaligen Mannschaftskollegen einiges Kopfzerbrechen. Und da sie diese nicht gut verteidigten, nutzte Deliboyraz dies trotz Bedrängnis mit einem Drehschuss flach aus elf Metern zum 2:0.
In der Folgezeit betrieb der Oberligist zwar einigen Aufwand, um zum Anschlusstreffer zu kommen, aber die Ansbacher Abwehr stand weiterhin sehr sicher, und es fehlten den FSV'lern auch die Ideen, das Ansbacher Bollwerk zu überwinden. Und so kam die SpVgg Ansbach auch noch zum dritten Treffer. Nach einem gut vorgetragenen Angriff in der 82. Minute nutzte Niklas Seefried einen Abpraller zum 3:0.
Seefried hätte kurz darauf sogar noch das 4:0 machen können, nein müssen, scheiterte aber am FSV-Keeper. Ein vierter Treffer wäre jedoch des Guten auch zu viel gewesen und hätte den gezeigten Leistungen beider Mannschaften nicht entsprochen.
SpVgg Ansbach: Heid, Belzner. Bayerlein (72. Oberseider), Weeger, Brekner Abadjiew (67. Sauerstein), Dietrich (78. Kestel), Kleinschrodt, Deliboyraz (55. Karakas), Niklas Seefried, Schmidt (72. Florian Seefried).
FSV Hollenbach: Goeltenboth, Nzuzi, Schülke, Uhl, Limbach (33. Specht), Minder (55. Schappes), Krieger, Hahn (76. Faßbinder), Schiek, Scherer (67. Hofmann), Lutz.
Die Tore: 1:0 Lukas Schmidt (20.), 2:0 Tanyel Deliboyraz (48.), 3:0 Niklas Seefried (82.).
Gelb: Schmidt – Minder, Schiek, Uhl.
Schiedsrichter: Maximilian Kroepfl (Fürth).
Zuschauer: 400.