SpVgg Ansbach hofft gegen Aschaffenburg auf den ersten Sieg der Saison | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.08.2024 16:00

SpVgg Ansbach hofft gegen Aschaffenburg auf den ersten Sieg der Saison

Wieder einsatzfähig: Stürmer Michael Sperr (mit Ball). (Foto: Martin Rügner)
Wieder einsatzfähig: Stürmer Michael Sperr (mit Ball). (Foto: Martin Rügner)
Wieder einsatzfähig: Stürmer Michael Sperr (mit Ball). (Foto: Martin Rügner)

Das erste Mal ist ja immer etwas Besonderes, auch wenn es um Fußball geht. Im Regionalliga-Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg (Freitag, 2. August, 18.30 Uhr) dürfte es bei der SpVgg Ansbach gleich mehrere erste Male geben.

Es gibt gute Gründe, auf den ersten Sieg zu hoffen. Die letzten Niederlage der Ansbacher gegen Aschaffenburg passierte in der Bayernliga, zu einer Zeit, in der SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber noch Fahranfänger war (2018). In den fünf Spielen seither gab es immer mindestens einen Punkt für die nullneuner.

Vor ein paar Wochen erst sah man sich zum Abschlussspiel der Saison 23/24 und bei diesem 4:4 am Schönbusch gab es auch einige erste Male. Das erste Tor von SpVgg-Verteidiger Lukas Oberseider, der erste Einsatz von Torhüter Luis Brisske und die erste und einzige Einsatzminute der Spielzeit für den langzeitverletzten Angreifer Sven Landshuter.

Mit Schelhorn, Sperr und Abadjiew

Dessen erstes Mal in der aktuellen Spielzeit steht noch aus, bei seinem zuletzt wegen Problemen am Sprunggelenk fehlenden Sturmkollegen Michael Sperr dürfte es gegen Aschaffenburg so weit sein. „Michi wird seinen Einsatz bekommen“, sagt Reutelhuber.

Auch Daniel Schelhorn scharrt schon mit den Hufen. Der Mittelfeldspieler hat seinen im Herbst vergangenes Jahres erlittenen Kreuzbandriss überstanden und erweitert nun wieder die personellen Optionen des Trainers, ebenso wie der genesene Tom Abadjiew, der heuer ebenfalls noch keinen Einsatz hatte. Auf der Ausfallliste stehen weiterhin unter anderem Tobias Dietrich, Jonas Sauerstein und Rhani Abdennour.

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Mehr Druck auf den Ball

Nach der vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden Leistung beim 2:2 gegen den FC Bayern München II sieht Reutelhuber wenig Grund für Veränderungen in der Startelf. Die Umstellung von Fünferkette auf Viererkette in der Pause und damit verbunden ein Mann mehr im Mittelfeld war für ihn der Schlüssel dafür, „mehr Druck auf den Ball zu bekommen“. So gelang es, den Rückstand zu egalisieren und sogar Chancen zum Siegtor zu bekommen.

Ein Sieg in München wäre eine Überraschung gewesen (und auch ein erstes Mal), gegen Aschaffenburg ist ein Sieg pure Notwendigkeit, wollen sich die Ansbacher heuer wie geplant frühzeitig aus der Abstiegszone absetzen.

Das wird Aschaffenburg wohl - wieder - nicht schaffen. „Wir stellen uns auf den Abstiegskampf ein, unser Ziel ist einzig der Klassenerhalt“, sagte Trainer Simon Goldhammer zu Saisonbeginn. Die ersten Spiele (1:2 bei Schwaben Augsburg, 0:4 gegen Wacker Burghausen) bestätigten diese Einschätzung. Bemerkenswert, dass Burghausen in der Vorwoche trotz der vielstündigen Anfahrt quer durch Bayern an einem Freitag wacher wirkte und die Schwächen in der Viktoria-Defensive gnadenlos ausnutzte.

Der neue Stürmer ist schwer verletzt

Nach lediglich 34 Toren in der Vorsaison wurde bei der Viktoria der Angriff verstärkt, doch der vom FC Gießen verpflichtete Stürmer Michael Gorbunow fällt mit einem Kreuzbandriss auf absehbare Zeit aus. Das einzige Tor bisher erzielte Lucas Sitter, bei der Pokalniederlage im Vorjahr gegen Ansbach unter den Torschützen. In der Vorbereitung überzeugte im Angriff der erst 17-jährige Eren Bozan.

Routinier und Freistoßschütze

Als mehrfacher Torschütze in den Testspielen glänzte Routinier Benjamin Baier. Der 36-jährige ehemalige Zweitligaspieler, der unter anderem bei Offenbacher Kickers, RB Leipzig und Darmstadt 98 unter Vertrag stand, gilt auch als exzellenter Freistoßschütze und Vorbereiter.

„Bei Flanken in den Strafraum, eine Stärke der Aschaffenburger, brauchen wir eine gute Verteidigung“, weiß Reutelhuber. Sollte seine Truppe tatsächlich ein Gegentor verhindern, wäre das auch ein erstes Mal – für diese Saison.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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