Die neue Rekordserie war für den TSV Buchbach nach dem 1:1 im Regionalligaspiel gegen die SpVgg Ansbach nur ein schwacher Trost. Auch die nullneuner waren mit ihrer Leistung im Freitagabendspiel nicht ganz glücklich. Der zwölfte Auswärtszähler der Saison bedeutet nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
„Wir haben nicht mehr verdient als das 1:1. Wir waren zu ängstlich, das kenne ich eigentlich gar nicht von meinen Jungs. Wir müssen wieder dahinkommen, wo wir im Herbst waren und mit viel mehr Energie und Mut auftreten, dann kommen wir auch besser ins Fußball-Spielen. Das stelle ich mir anders vor“, so der Buchbacher Trainer Aleksandro Petrovic.
Das war eher Ping-Pong.
Und auch der Sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier war wenig enthusiastisch: „Das war schon über weite Strecken schwere Kost. Das war eher Ping-Pong. Und das lag nicht nur am Platz. Um diese Jahreszeit sind die Hälfte der Plätze in der Regionalliga nicht besser, deswegen lasse ich das auch nicht als Ausrede gelten. Das ist mir zu einfach.“
Den frühen Führungstreffer der Gastgeber durch Samed Bahar per Kopf nach einer Ecke glich Eric Weeger kurz nach der Pause ebenfalls nach einer Ecke aus.
Das Remis bedeutete das elfte Spiel in Folge ohne Niederlage für Buchbach – Rekord in der Regionalliga. Immerhin eine weitere Saisonbestmarke stellten die Ansbacher auf: zehn Punkte aus vier Spielen gab es heuer noch nicht.
„Die Buchbacher Führung war nicht unverdient, weil wir in den ersten fünf Minuten nicht hundertprozentig auf dem Platz waren, danach haben wir noch eine gute Viertelstunde gebraucht, hatten dann aber vor der Halbzeit eine super gute Phase und hätten da schon das 1:1 machen müssen. Das wäre hochverdient gewesen“, so Ansbachs Trainer Niklas Reutelhuber.
Er spielte damit auf die Szene kurz vor der Pause an, in der die Buchbacher mehrere Ansbacher Abschlüsse in höchster Not erfolgreich verteidigten, wobei sich unter anderem Torhüter Ludwig Zech auszeichnete. Abgesehen vom Tor gab es in Hälfte zwei kaum mehr zwingende Aktionen.
„Man muss ganz ehrlich sagen, dass beide Mannschaften nach der Pause nicht mehr viele Torchancen hatten. Von daher geht das 1:1 absolut in Ordnung“, so Reutelhuber, „das war wenig Fußball, viel Kampf, viele zweite Bälle, viele Zweikämpfe, aber wir haben es total gut angenommen.“
Konsens bei Trainerkollege Petrovic: „Wir haben uns von der Ansbacher Spielweise anstecken lassen und haben auch nur noch gebolzt. Ansbach war wahrscheinlich schon vor dem Spiel mit dem Punkt zufrieden und der geht auch absolut in Ordnung.“