Im ersten Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga feierte die SpVgg Ansbach einen 8:0-Sieg beim TSV Absberg.
Die nullneuner waren der Stargast bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Kreisligisten. Trainer Niklas Reutelhuber berief mit Torhüter Lukas Peterson, Außenverteidiger Mirko Puscher und Mittelfeldspieler Luis Althaus drei externe Neuzugänge in die Startelf. Zudem spielten mit Bayernauswahlakteur Fabio Mehringer aus der U19 und Luca Glanz zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs von Beginn an.
Die vier Spielklassen Unterschied führten wie erwartet zu einer sehr einseitigen Partie.
Der starke Absberger Torhüter Daniel Baumann hatte bei den unablässigen Angriffen der Ansbacher viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Sven Landshuter eröffnete den Torreigen und Niklas Seefried ließ bis zur Pause zwei weitere Treffer folgen. Fünf Tore in Hälfte zwei brachten dem Favoriten ein standesgemäßes Resultat.
SpVgg Ansbach: Peterson – Puscher (46. Abadjiew), Glanz, Weeger (46. Oberseider), Mehringer – Sauerstein – Althaus (46. Angermeier), Manz (46. Hayer), Landshuter – Seefried, Schmidt (46. Kroiß).
Tore:0:1 Landshuter (19.), 0:2, 0:3 Seefried (25., 41.), 0:4 Pascal Schärtel (46./Eigentor), 0:5, 0:6 Hayer (58., 78.), 0:7 Abadjiew (81.), 0:8 Kroiß (84.).
Für die Ansbacher geht es am Samstag, 28. Juni, gleich weiter. In Muhr am See bestreiten sie das zweite Testspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt (14 Uhr).
Die Drittliga-Reserve belegte in der Bayernliga Nord Rang drei. 66 Punkte bei 70:46 Toren bedeuteten sechs Zähler Rückstand auf Meister VfB Eichstätt. Trainer Patrick Schönfeld hat zur neuen Saison einen Umbruch zu bewältigen.
Es gab neun Abgänge und 14 Zugänge, die der ehemalige Profifußballer (235 Spiele für Rot-Weiß-Oberhausen, Arminia Bielefeld, Erzgebirge Aue, Eintracht Braunschweig und Wehen Wiesbaden in der zweiten und dritten Liga) aus Nürnberg nun zu integrieren hat und im Idealfall zu den Profis weiterbefördert. Die verpassten den Aufstieg in Liga zwei, was auch Auswirkungen auf die Reserve hatte, wo Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionalliga platzten. Ein weiteres Jahr Bayernliga wollten sich etliche Talente nicht antun und suchten sich höherklassige Vereine.
In zwei Testspielen bisher gab es einen 1:0-Sieg über den TSV Nördlingen und ein 0:3 gegen die SpVgg Landshut. Zum Ingolstädter Trainerteam gehört Oliver Gorgiev, der mit 44 Jahren manchmal selbst noch gegen den Ball tritt. In Westmittelfranken kennt man den Nürnberger von Auftritten mit der Traditionself des 1. FC Nürnberg. Mit der DJK Gebenbach hat Gorgiev schon mal gegen die Ansbacher gespielt.
Im Sommer 2019 wechselte Mario Götzendörfer recht kurzfristig von der SpVgg Ansbach zum FC Ingolstadt II mit der Hoffnung, sich über die Bayernligatruppe für die Profis empfehlen zu können. Die große Karriere wurde es für den Triesdorfer an der Donau nicht. Mittlerweile ist er spielender Co-Trainer beim FC Pipinsried, der als Vierter der Bayernliga Süd die Aufstiegschance knapp verpasste.
Die Ansbacher haben in den vergangenen Jahren immer mal wieder Testspiele gegen die Ingolstädter bestritten. Im Vorjahr, ebenfalls in Muhr am See, gab es eine 3:4-Niederlage. Die Ansbacher Tore erzielten Patrick Kroiß, Nico Hayer und Eric Weeger per Strafstoß.