Eine Grippe ist mehr als ein harmloser Schnupfen: Fieber, Gliederschmerzen und starker Husten können einen mitunter für eine ganze Woche - oder noch länger - ins Bett schicken.
Für manche Menschen kann eine Infektion mit Influenza sogar lebensgefährlich werden. Ihnen drohen schwere Verläufe. So kann eine Grippe als Komplikation eine Lungenentzündung im Gepäck haben. Menschen mit erhöhtem Risiko können sich davor schützen - mit einem Piks. Fünf Fragen, fünf Antworten.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung diesen Personengruppen:
Bei gesunden Kindern und Erwachsenen unter 60 Jahren verläuft die Grippe in aller Regel ohne schwerwiegende Komplikationen. Auch sie können sich aber für eine Impfung entscheiden, die Stiko rät ihnen nicht davon ab. Wer sich unsicher ist, sucht am besten das Gespräch mit Hausarzt oder Hausärztin.
Hausarzt, Gynäkologin, Kinderarzt, Betriebsärztin: Sie alle impfen gegen Grippe. Auch Apotheken können Grippeschutzimpfungen anbieten. Über das Portal „apoguide.de“ lässt sich gezielt nach Apotheken in der Nähe suchen, bei denen das möglich ist.
Grippeviren zirkulieren ab Anfang Oktober in der Bevölkerung, dann beginnt laut Robert Koch-Institut (RKI) die Grippesaison. Im Verlauf der Saison folgt dann die Grippewelle: Die jährliche Grippewelle hat laut RKI in den vergangenen Jahren rund um den Jahreswechsel begonnen und drei bis vier Monate angedauert.
Experten raten, sich zwischen Anfang Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Wer das versäumt hat, kann zu Beginn der Grippewelle den Piks noch nachholen. Vollständiger Impfschutz besteht nicht direkt - er baut sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen auf.
Fallen sie unter die Impfempfehlung der Stiko, bekommen gesetzlich Versicherte die Impfung von ihrer Krankenkasse bezahlt.
Privat Versicherte werfen am besten einen Blick in ihre Tarifbedingungen. Dem PKV-Serviceportal zufolge folgen aber viele private Versicherer den Empfehlungen der Stiko und tragen die Kosten, wenn ein medizinischer Grund vorliegt.
Gründliches und regelmäßiges Händewaschen schützt vor Infektionen mit Grippeviren (und auch anderen Krankheitserregern). Das Portal „infektionsschutz.de“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rät zudem, möglichst selten Schleimhäute von Augen, Mund und Nase mit den Händen zu berühren. Ebenfalls hilfreich: Abstand zu niesenden und hustenden Personen halten.
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