Trainer Heiko Vogel vom Zweitligaschlusslicht SpVgg Greuther Fürth muss das nächste Personalpuzzle in der Defensive lösen. Maximilian Dietz fehlt nach seinem Blitz-Platzverweis gegen Eintracht Braunschweig (0:0) vor einer Woche gesperrt. Verteidiger Luca Itter (Muskulatur) fällt weiter aus. Jannik Dehm ist nach der fünften Gelben Karte zwar wieder zurück, er ist aber wie auch Topscorer Felix Klaus angeschlagen. Auch hinter Mittelfeldmann Doni Arifi steht ein Fragezeichen vor dem Auswärtsspiel am Samstag (13.00 Uhr) gegen Holstein Kiel.
„Er ist für mich definitiv nicht zu ersetzen“, sagte Vogel über Offensivspieler Klaus. „Ich wäre sehr, sehr froh, wenn er mir Grünes Licht gibt.“ Klaus hat in dieser Saison sieben Tore erzielt und acht Vorlagen gegeben. Sowohl bei Klaus als auch Dehm und Arifi bestehe eine „realistische Chance“ auf einen Einsatz. „Wir wollen ein smartes Risiko eingehen“, sagte Vogel.
Innenverteidiger Jan Elvedi (29) soll die angespannte Personallage etwas entschärfen. Die Fürther liehen ihn für den Rest der Rückrunde vom Ligarivalen 1. FC Kaiserslautern aus. „Jan zeigt sehr viel Präsenz auf dem Platz, ist extrem griffig im Zweikampf und hat ein gutes Gespür für die Boxverteidigung. Er hat einen starken Charakter, von dem das Team nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz profitieren kann“, sagte Vogel.
Elvedi steht auch gleich im Kader der Fürther für das Spiel in Kiel. Dort müssen die Franken dringend punkten, der Rückstand des Tabellenletzten auf Relegationsplatz 16 liegt bei vier Punkten. Die Kieler haben aus den vergangenen fünf Spielen gegen Greuther Fürth zehn Punkte geholt. „Ich bin eigentlich immer sehr angriffslustig, aus smart wird meistens all-in“, meinte Vogel über seine taktische Ausrichtung trotz personeller Probleme.
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