Wenn die Kälte draußen für rote Wangen sorgt, braucht es ein Wohlfühlgericht, das von innen wärmt. Wer Glück hat, kennt so ein Essen noch aus Großelterns Zeiten: Schmorkohl - wärmend, reich an Aroma, ohne viel Schnickschnack.
Aber: Schmorkohl braucht vor allem Zeit. Zeit, um weich zu werden, Zeit, um Geschmack zu entwickeln. Ein Gericht aus der guten alten Küche, das bis heute nichts von seinem Charme verloren hat. Das findet jedenfalls der Hamburger Bio-Spitzenkoch Sebastian Junge, der Wert auf nachhaltigen und umweltgerechten Genuss legt.
Doch warum war Kohl so lange von Speisekarten verschwunden? „Weil es ihn nicht beim Italiener um die Ecke gibt“, erklärt Junge, der Mitglied im Netzwerk „Slow Food“ ist. Dort erwarte man eben Caprese-Salat mit Tomate und Mozzarella und Co., aber eben nichts mit Weißkohl.
Mal Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal selbst Schmorkohl gemacht? Möglicherweise ja auch noch nie. Für Neulinge liefert Sebastian Junge das Basis-Rezept mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Für den Schmorkohl:
Für die gestampften Süßkartoffeln:
Für diejenigen, die sich noch nie an Schmorkohl herangetraut haben, hat Sebastian Junge auch noch fünf Geheimtipps:
Übrigens: „Wer keinen Kümmel mag, kann ihn auch durch Fenchel oder Beifuß ersetzen. Auch diese beiden Kräuter helfen bei der Verdauung“, versichert Junge.
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