An Ostern kommen Familien und Freunde gerne zum Brunch zusammen. Neben Hefezopf, Spargel und bunten Eiern bereichern in diesem Jahr Möhren das Osterbüfett. Die knackige Wurzel bringt frischen Geschmack und leuchtende Farbtupfer in die Frühlingsküche.
Möhrrübe, Karotte, Wurzel oder Rübli - kulinarisch ist die Möhre so vielseitig wie ihre Bezeichnungen. Sie kann den Brunch als Smoothie eröffnen, überzeugt gegrillt oder gekocht in herzhaften Gerichten, begleitet fermentiert oder roh als Beilage und findet selbst im Dessert ihren Platz. Es ist an der Zeit, die Möhre neu zu inszenieren. Wie wär's mit orientalischem Rote-Linsen-Möhren-Hummus, kreativer Karotten-Tarte und lustigen Möhrenbroten? Mit diesen Ideen steht die Möhre in diesem Frühling im Mittelpunkt.
Zum Essen fast zu schade sind die aus Blätterteig geformten und mit Hummus gefüllten Hörnchen. Beißt man rein, zerfällt die blättrige Hülle und die cremige Füllung zerfließt auf der Zunge. Zunächst gekauften Blätter- oder Plunderteig in fingerbreite Streifen schneiden. Die Streifen um eine kegelförmige Form wickeln. „Ein mit Alufolie umwickelter Holzlöffel tut es auch“, sagt Theres Pluppins, Food-Bloggerin („gernekochen.de“).
Beim Umwickeln darauf achten, dass die Spitze gut verschlossen ist, so läuft später keine Füllung aus. Im Ofen nach Packungsanweisung backen. Das Gebäck etwas abkühlen lassen und vorsichtig von der Form ziehen. Hörnchen und Füllung lassen sich am Vortag zubereiten, gefüllt werden sie erst am Tag des Festes. „Die Hörnchen dann im Backofen kurz aufknuspern“, sagt Pluppins.
Gefüllt wird der Karotten-Doppelgänger mit selbstgemachtem Hummus. Dazu:
„Schnittlauch oder glatte Petersilie als Deko in die gefüllten Möhren stecken“, schlägt Theres Pluppins vor.
Natürlich gehört zum Brunch etwas Warmes. Auch hier glänzt die Möhre. Jelena Lozo, Content-Creatorin, empfiehlt eine bunte Möhren-Tarte. Die Inspiration für dieses Gericht kam aus den sozialen Medien; das genaue Rezept hat sie für den WDR entwickelt. Der Clou: Die orangen, gelben und lila Möhren vom Wochenmarkt machen die Tarte zu einem echten Frühlingskunstwerk. Und so geht's:
„Die Tarte ist nicht nur lecker, sondern ein echter Hingucker“, sagt Lozo.
Ein weiterer Eyecatcher auf dem Büfett sind Möhrenbrote. Dazu:
Möhrenbrote sind leicht zuzubereiten und bei Kindern beliebt. „Die Kinder können gut mithelfen. Das macht ihnen meist Spaß“, sagt Pluppins. Bei der Brotsorte kann nach Geschmack variiert werden. Ob Sauerteig, Pumpernickel oder getoasteter Toast, alles passt. Auch Lozo bindet gerne die Gäste mit ein. Gibt es Rührei, darf jeder Gast entscheiden, ob Speck, Zwiebeln, Möhren, Tomaten oder Schnittlauch ins individuell zubereitete Rührei sollen. Damit es handhabbar bleibt, sind alle Zutaten vorbereitet und geschnippelt. „Ich schlage sogar die Eier vorher auf“, verrät Lozo.
Vielfalt macht ein Büfett lebendig: Süßes und Herzhaftes, Warmes und Kaltes. „Variieren Sie und bieten Sie von allem etwas an“, sagt Pluppins. Mit der abwechslungsreichen Möhre gelingt das leicht. Planung ist die zweite Geheimzutat für einen gelungenen Brunch. Je besser die Vorbereitung, desto entspannter das Beisammensein.
Gibt es Gebäck, dass vorab gebacken, eingefroren und am Tag der Feier aufgebacken werden kann? Kalte Speisen können einen Tag vorher zubereitet und gemeinsam mit den Getränken kaltgestellt werden. Am Morgen der Feier die Spülmaschine ausräumen, später verschwindet benutztes Geschirr dann wie von Zauberhand.
Ein guter Gastgeber erkundigt sich vorab bei den Gästen, ob besondere Essensbedürfnisse vorliegen. Das vermeidet Hektik und Enttäuschung am Büfett. Lozo rät: „Machen Sie so wenig wie möglich à la minute.“ Die vorgestellten Rezeptideen rund um die Möhre eignen sich dafür hervorragend. Sie sind köstlich und unkompliziert, so wie die Möhre selbst.
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