Auf der Suche nach einem Fußballtrainer für die Landesligamannschaft ist der SC Aufkirchen in Schwaben fündig geworden. Hans-Joachim Golder heißt der neue Mann, der zuletzt beim Bezirksligisten FC Maihingen aktiv war.
Der 47-Jährige aus Alerheim im Landkreis Donau-Ries ist erstmals in Franken tätig. Als Aktiver spielte er für seinen Heimatverein und später höherklassig beim TSV Nördlingen. In seiner Trainerlaufbahn war er für verschiedene Vereine tätig und schaffte mit Maihingen den Aufstieg in die Bezirksliga. Eine auf Verbandsebene aktive Mannschaft hat er noch nicht trainiert.
„Der SCA ist eine spannende Aufgabe für mich. Es geht darum, bis Saisonende noch 22 oder 23 Punkte zu holen, dann sollte der Klassenerhalt zu schaffen sein. Das ist unser großes Ziel“, so Golder, zu dem niemand Hans-Joachim, sondern alle nur Hanse sagen.
Golder arbeitet als Lebensmittelkontrolleur für eine Behörde, könnte also auch bei Fragen der Küchenhygiene beistehen, wenn er sich aus Anlass des Schlachtschüsselessens Anfang Januar beim SC Aufkirchen vorstellt. Viel wichtiger ist natürlich, die schwierige sportliche Situation zum Guten zu wenden. Acht Punkte liegt der SCA als Tabellenletzter hinter einem gesicherten Mittelfeldplatz zurück. Vier Zähler Rückstand sind es auf die Relegationsplätze.
SCA-Spielleiter Hans Knödel berichtet von einer schwierigen Trainersuche, die sich unerwartet lange hinzog.
Aufkirchen nahm in den letzten Wochen mit vielen Kandidaten Kontakt auf, um einen Nachfolger für Maik Mokos zu finden, von dem man sich Anfang Oktober getrennt hatte. Interimsweise hatten seither Marco Schallenmüller und Peter Lechler die Mannschaft betreut.
„Mit Golder haben wir einen Trainer gefunden, der gut zu uns passt. Ihm hat vor allem die gute Infrastruktur gefallen, die wir als Verein bieten können“, so Knödel, der die SCA-Mannschaft bei den Hallenturnieren betreut. Der neue Trainer steigt dann Ende Januar mit Beginn der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte ein.
Für Knödel geht die Trainersuche trotzdem unvermindert weiter. Golder wird das Amt nur für ein halbes Jahr übernehmen. Für die nächste Spielzeit braucht der SCA wieder einen neuen Übungsleiter. „Wir haben jetzt Aufschub bekommen, aber das Trainerthema beschäftigt uns weiter“, sagt Knödel.