„Hat keinen Sinn mehr”: SC Aufkirchen trennt sich von Trainer Mokos | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 07.10.2023 07:00

„Hat keinen Sinn mehr”: SC Aufkirchen trennt sich von Trainer Mokos

Die Zeit war reif zu gehen: Maik Mokos ist nicht mehr Trainer des SC Aufkirchen. (Foto: Martin Rügner)
Die Zeit war reif zu gehen: Maik Mokos ist nicht mehr Trainer des SC Aufkirchen. (Foto: Martin Rügner)
Die Zeit war reif zu gehen: Maik Mokos ist nicht mehr Trainer des SC Aufkirchen. (Foto: Martin Rügner)

Nach einem 4:0-Sieg den Trainer zu wechseln, ist selbst im verrückten Fußball-Geschäft eher ungewöhnlich. Landesligist SC Aufkirchen hat es getan. Statt Maik Mokos hat der bisherige Co-Trainer Peter Lechler am Sonntag, 8. Oktober (15 Uhr), im Heimspiel gegen den TSV Jetzendorf das Zepter in der Hand.

Es sei schon länger Unruhe zu spüren gewesen, bestätigte am Freitagvormittag SCA-Spielleiter Hans Knödel, als er sich in der Redaktion meldete. Da war die Entscheidung, getrennte Wege zu gehen, noch keine 60 Minuten alt.

Trainerwechsel bei Aufkirchen wirkt kurios

„Wir haben alle gemeinsam festgestellt, es hat keinen Sinn mehr. Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr “, so Knödel. Mokos sagte auf FLZ-Nachfrage: „Ich glaube selbst, dass die Mannschaft eine frische Motivation braucht.“

Der Zeitpunkt wirkt für Außenstehende äußerst kurios. Am Tag der Deutschen Einheit hatte Aufkirchen den formstarken SC Oberweikertshofen noch mit 4:0 abgefertigt – eine Art Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Für die Beteiligten sei das aber eher nebensächlich gewesen, wie sie betonen.

Keine weitere Chance eingefordert

Knödel: „Oberweikertshofen war wirklich schlecht. Punkt.“ Trotz des Sieges habe man weiter offene Gespräche geführt und Mokos vermittelt, „er soll es sich überlegen“. Der hat sich Zeit genommen und dann tatsächlich entschieden, keine weitere Chance einzufordern, sondern den Schlussstrich zu ziehen. Mokos: „Man darf da nicht zu verbissen sein. Wichtig ist, dass die Mannschaft da unten rauskommt, dass sie Spaß hat und motiviert ist.“

„Einvernehmlich“, betonen beide, sei man deshalb „im Guten“ auseinandergegangen. „Wir haben eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt, die Erinnung bleibt“, so Mokos. „Es war eine gute Zeit, es war eine schöne Zeit“, sagte Knödel. Mokos hatte den SCA 2020 übernommen, mit dem Team gleich den Totopokal auf Kreisebene gewonnen und war im vergangenen Sommer als Bezirksliga-Meister in die Landesliga aufgestiegen.

Jetzendorf nach starkem Start in der Krise

Dort steht Aufkirchen zwar nur auf Platz 15 unter 18 Teams. Doch in der Tabelle ist es eng und es ist einiges möglich, ist Knödel überzeugt. Der Sonntags-Gegner wirkt auch schlagbar. In der Tabelle trennen beide Teams nur zwei Punkte. Jetzendorf startete stark, steckt nun aber in einer Krise. In den vergangenen fünf Spielen gelang kein Sieg, der TSV rutschte von Platz 4 auf Rang 12 ab.

Gegen die blutjunge Jetzendorfer Mannschaft – beim 2:3 am Dienstag, 3. Oktober, gegen Erkheim standen zwei 18-Jährige und ein 17-Jähriger in der Startelf – müssen die Routiniers aus Aufkirchen nun liefern, wie Knödel betonte: „Die Mannschaft steht natürlich jetzt ein wenig in der Pflicht.“

Wie es in der Trainerfrage weitergeht, sei offen. Man sei „aktiv“, so Knödel. Der bisherige Co-Trainer Lechler sei nur als Übergangslösung angedacht.

north