Wer nicht optimal aus der Winterpause gestartet ist und nun auf eine ganz starke Mannschaft trifft, der muss vielleicht mal etwas ausprobieren. So könnte es kommen, wenn der SVG Steinachgrund am Samstag (15 Uhr) beim Tabellendritten der Fußball-Landesliga Nordost aufläuft, dem FSV Erlangen-Bruck.
„Das ist eine saugeile Mannschaft”, bringt es SVG-Trainer Thomas Guter gleich mal auf den Punkt. „Die haben uns im Hinspiel extrem hergespielt. Da hatten wir null Chance.” 0:5 endete der erste Vergleich der Saison aus Sicht der damals heimischen Gutenstettener. Eine Halbzeit lang konnten sie sich noch halbwegs erfolgreich gegen den Druck aus Bruck stemmen. Doch in der zweiten Hälfte zeigte der FSV sein ganzes Können.
Seit der Winterpause ist das Erlangen-Bruck (3. Platz/45 Punkte) noch nicht gelungen. Genau wie Steinachgrund ist der Aufstiegskandidat schlecht aus den Startlöchern gekommen. In drei Partien reichte es nur zu zwei Punkten, wobei da immerhin auch ein akzeptables 1:1 letzte Woche im Spitzenspiel beim Zweiten Jahn Forchheim dabei war.
Daheim gegen den TSC Neuendettelsau setzte es zuvor eine 0:2-Niederlage. Da half den Bruckern all die Dominanz nicht, die sie gerne auf den Platz bringen. Sie nutzten ihre Chancen nicht und wurden bestraft.
Ganz ähnlich lässt sich das auch für den letzten Auftritt von Steinachgrund (14./27) sagen. Im Heimspiel gegen Mögeldorf (1:3) sah Thomas Guter nach den vorherigen dürftigen Leistungen bei den beiden Abstiegskandidaten Lauterhofen (1:3) und Röslau (1:0) wenigstens eine Verbesserung. „Wir haben aber halt einfach unsere Dinger nicht gemacht.”
Doch die Einstellung gegen Mögeldorf war endlich besser und darauf werde es aus Sicht des SVG-Trainers gerade gegen die jungen Brucker ankommen. In der Saison 24/25 hatte Steinachgrund der Landesliga-Spitzenmannschaft auswärts auch ein 1:1 abgetrotzt. Daran wird Guter seine Mannen in der Spielvorbereitung erinnern.
Außerdem wird er, wie er andeutet, vielleicht ein paar taktische Kniffe einbringen, um den lauf-, pressing- und spielstarken Bruckern etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das biete sich an, weil Guter seinen vollständigen Kader zur Verfügung hat. Auch die für jeweils zwei Spiele gesperrten Simon Drießlein und Tobias Gröger sind wieder dabei.
In den Worten des Trainers schwingt durchaus Selbstbewusstsein mit. Angesichts der Tabellensituation – der SVG liegt nur drei Punkte vor dem ersten Relegationsplatz – mag das überraschen. Guter stellt klar: „Man sagt da ja gerne: Das sind Bonuspunkte, wenn du bei solchen was holst. Das sind keine Bonuspunkte für uns. Wir wollen da punkten. Wir müssen eigentlich auch punkten. Und wir sind gut vorbereitet.”