Riesenrad in Rothenburg zieht um: Neuer Standort weiter südlich an der Stadtmauer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.04.2026 11:37

Riesenrad in Rothenburg zieht um: Neuer Standort weiter südlich an der Stadtmauer

Am jetzigen Standort wurde der Betrieb nach Protesten von Anwohnern untersagt. (Foto: MeinRAD Classic Cruiser/Patrick Greier)
Am jetzigen Standort wurde der Betrieb nach Protesten von Anwohnern untersagt. (Foto: MeinRAD Classic Cruiser/Patrick Greier)
Am jetzigen Standort wurde der Betrieb nach Protesten von Anwohnern untersagt. (Foto: MeinRAD Classic Cruiser/Patrick Greier)

Nach Kritik aus der Nachbarschaft hatte das Verwaltungsgericht Ansbach den Betrieb am jetzigen Platz untersagt. Nun soll das 60 Meter hohe Rad versetzt werden.

Die Stadtverwaltung sprach von einer „guten Lösung”, die in den vergangenen Tagen gefunden wurde. Das knapp 60 Meter hohe Riesenrad soll vom Hasa-Areal am östlichen Rand der Altstadt umziehen und dann vom 7. Mai bis einschließlich 5. Juli auf dem Großparkplatz P1 am Spitaltor im Süden der Altstadt stehen. Dort ist der Betrieb täglich von 10 bis 22 Uhr geplant.

Die optische Auswirkung des Riesenrads auf die Stadtansicht ist enorm. Seinen eigentlichen Zweck kann es aber nicht erfüllen. Ob sich das noch einmal ändert, ist unklar. (Foto: Jürgen Binder)
Die optische Auswirkung des Riesenrads auf die Stadtansicht ist enorm. Seinen eigentlichen Zweck kann es aber nicht erfüllen. Ob sich das noch einmal ändert, ist unklar. (Foto: Jürgen Binder)

Attraktion in Rothenburg: Hätte das Riesenrad so niemals errichtet werden dürfen?

Zur Eignung des Hasa-Areals als Standort kamen vom Verwaltungsgericht klare Ansagen. Der Betreiber sieht sich in Existenznot. Welche Rolle spielte die Stadt?

„Da in diesen Zeitraum auch die Rothenburger Sommermesse fällt, wird das Riesenrad in die Sommermesse integriert”, kündigte die Stadt in einer Pressemitteilung an. Die geplanten Sonderevents der Betreiber sollen stattfinden, jedoch keine, die mit Interessen der eigentlichen Sommermesse-Beschicker in Wettbewerb stehen könnten. Der Abbau soll dann am 9. Juli abgeschlossen sein.

Weinfahrten in luftiger Höhe geplant

Der Betreiber sprach in einer Pressemitteilung von einem „Happy End”. Der Abbau am bisherigen Standort solle am Donnerstag, 16. April, beginnen. Als Teil der Rothenburger Sommermesse werde es sich dann in das traditionsreiche Veranstaltungsangebot der Stadt einfügen.

„Für besondere Erlebnisangebote stehen die Betreiber bereits im Austausch mit regionalen Brauereien und Winzern”, so das Unternehmen. Geplant seien für „MeinRAD Classic Cruiser“ unter anderem Weinfahrten und Brotzeiten in luftiger Höhe.

„Die letzten Tage waren für uns und viele Besucher nicht einfach. Umso mehr freuen wir uns, dass wir gemeinsam eine Lösung finden konnten und schon bald wieder in Rothenburg drehen dürfen“, wird Patrick Greier, der Geschäftsführer des Unternehmens, in der Mitteilung zitiert.

Zusatzkosten im höheren fünfstelligen Bereich

Auf Anfrage der FLZ-Redaktion erklärte er, dass der Firma durch den nicht eingeplanten Ab- und Wiederaufbau des Riesenrads, der zwei bis drei Wochen in Anspruch nehme, Zusatzkosten zwischen 50.000 und 100.000 Euro entstehen. Es werde dafür ein Spezialteam benötigt, das teuer sei. Und auch der Transportaufwand mit Sattelzügen sei trotz der kurzen Strecke enorm. Es helfe aber nichts. Diese Kröte müsse geschluckt werden, in der Hoffnung, dass das durch gute Umsätze annähernd wieder hereinkomme, so Greier.

Bereits erworbene und verschenkte Tickets behielten ihre Gültigkeit. Das Unternehmen bat um Geduld und bedankte sich für das Verständnis aus der Bevölkerung.


Von Manfred Blendinger und Jürgen Binder
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