Ein 36-Jähriger aus dem Landkreis Ansbach soll seinen Vater und seine Schwester ermordet haben. Ab Donnerstag steht er vor dem Landgericht Ansbach. Der Angeklagte weist den Vorwurf zurück, er habe sich durch die Morde das Haus seines Vaters im Irak sichern wollen.
Ereignet haben sich die Morde laut der Staatsanwaltschaft Ansbach im Sommer 2025. Der Mann soll seine Familienangehörigen im irakischen Dorf Mahad gezielt durch Kopfschüsse getötet haben. Passiert ist das am Wochenende des 19. und 20. Juli während eines Heimatbesuches im Haus des Vaters, rund 100 Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt. Den Schüssen voran waren wohl Streitigkeiten um ein Familienanwesen gegangen.
„Relativ schnell”, nämlich am 21. Juli, ist der zur Tatzeit 35-Jährige, der einen deutschen und irakischen Pass besitzt, laut Jonas Heinzlmeier, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ansbach, nach dem Doppelmord wieder zurück nach Deutschland gereist. Noch während dieser auf der Rückreise war, informierten Familienangehörige aus Deutschland die deutsche Polizei.