Ein Schuss Sahne zählte schon zu Omas Geheimtipps in der Küche. Sie wusste: Das verfeinert fast jedes Gericht und macht Suppen und Soßen besonders cremig. Darauf haben auch Hersteller reagiert und im Laufe der Jahrzehnte neben Schlagsahne auch Kochsahne oder Kochcreme herausgebracht. Doch was ist der Unterschied?
Die Produkte unterscheiden sich von herkömmlicher Sahne vor allem im Fettgehalt und in ihrer Zusammensetzung, klärt die Verbraucherzentrale Bayern auf:
Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn: „Verdickungsmittel wie Carrageen, Johannisbrotkernmehl oder Stärke können sowohl in Kochsahne als auch in Kochcremes eingesetzt werden“, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale. Auch pflanzliche Fette sowie Emulgatoren oder Stabilisatoren sorgten dafür, dass Kochsahne oder -cremes beim Erhitzen und in Verbindung mit säurehaltigen Zutaten stabil bleiben und nicht ausflocken.
Sie weist aber auch darauf hin, dass einige Hersteller Carrageen auch in Schlagsahne einsetzen. Es verhindere, dass sich das Milchfett während der Lagerung oben absetzt. Wenn man dieses Verdickungsmittel lieber nicht in der Sahne haben möchte: Ein Blick auf die Zutatenliste hilft, diesen Zusatz zu erkennen.
Wer mit Schlagsahne kocht, rührt sie am besten unter, wenn das Gericht nicht mehr sprudelnd kocht, raten die Verbraucherschützer. Auch säurehaltige Zutaten wie Wein oder Zitronensaft sollte man ebenfalls erst am Ende hinzufügen - so flockt die Sahne nicht aus.
Wer Sahne-Kalorien sparen möchte, kann ein wenig tricksen. Laut Hülsmann kann man ruhig den Schuss oder den Sahne-Anteil im Rezept halbieren. Und wenn dadurch Flüssigkeit fehlt? Die ließe sich einfach durch Milch oder Brühe ersetzen.
© dpa-infocom, dpa:260723-930-426016/1