In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Ansbacher Kammerspiele ihre Satzung auf Vordermann gebracht. Das teilt der Verein mit.
Demnach wurden die Mitgliedsbeiträge erstmals in 35 Jahren moderat erhöht, der Wirtschaftsplan 2025 leicht korrigiert und der für 2026 präsentiert und genehmigt. Künftig findet die Jahresversammlung immer im Herbst statt.
Die Ansbach Open erfordern dies und den angepassten Wirtschaftsplan, denn am 7. Mai bei der turnusmäßigen Jahresversammlung stand deren Durchführung noch nicht endgültig fest. Vorsitzender Wolfgang Bartusch unterstrich dabei die Wichtigkeit so eines Events, das vom 24. bis 26. Juli wieder auf dem Campus der Hochschule stattfinden wird.
Hauptact am Samstagabend wird die deutsche Country-Rockband The Boss Hoss mit ihren Frontmännern Alec Völkel und Sascha Vollmer sein. Gut 500 Karten sind bereits verkauft, angestrebt werden rund 2000. Nahezu ausverkauft ist Checker Tobi (Tobi Krell), das Kinderprogramm am Freitagnachmittag, und gut angelaufen sind nach Bartuschs Worten auch Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner. Die Musikkabarettisten bestreiten den Freitagabend. Für Sonntagabend ist man noch in Verhandlungen.
Beim Vorstandsbericht überließ Bartusch die Präsentation der Künstlerkabine der stellvertretenden Vorsitzenden Petra Müller, die mit einer kleinen engagierten Truppe den Raum für wirklich kleines Geld neu gestaltete.
Den größten Part des Abends hatte jedoch Schatzmeister Martin Porzner. Die Änderung des Wirtschaftsplans 2025 und die Vorstellung des Wirtschaftsplan 2026 (immerhin erreicht dieser eine Höhe von 1,1 Millionen Euro) gingen relativ zügig über die Bühne. Die beste Nachricht war wohl, dass 2026 die letzte Rate des einst 1,2-Millionen-Euro-Darlehens nach dann 32 Jahren abbezahlt sein wird.
Längere Diskussionen ergaben sich bei der Neugestaltung der Satzung. Dem Vorstand wurde mit auf den Weg gegeben, bis zur nächsten Mitgliederversammlung die technischen Möglichkeiten für eine Einladung zu dieser Veranstaltung per E-Mail zu schaffen. Ansonsten wurden wenige, strittige Punkte ausführlich besprochen und geklärt. Letztlich wurde der Satzungsentwurf, bei dessen Gestaltung auch die ehemalige zweite Vorsitzende und Juristin Stefanie Hayduk sowie Beirat Thomas Korbacher mitwirkten, mit großer Mehrheit angenommen.
Porzner präsentierte auch die neue Beitragsstruktur. Noch nie seit seiner Gründung 1991 hatte der Verein die Beiträge erhöht. Das Rechnungsprüfungsamt hatte dem Verein diesen Schritt nach so vielen Jahren dringend empfohlen.
Von jeher ist der Verein auf viele Mitglieder angelegt, derzeit sind es exakt 2506, die Beiträge sollten immer moderat sein und von vielen Schultern getragen werden. Das wird auch so bleiben. Der Jahresbeitrag beträgt künftig 60 Euro pro Einzelmitglied (bisher 50), die Familienmitgliedschaft 90 Euro (statt 75), Schüler zahlen 18 (statt 15).
Wolfgang Bartusch war diese sozial verträgliche Steigerung sehr wichtig. „Gerade in Pandemiezeiten hatten wir einen Zuwachs der Mitglieder, die damals sagten: Jetzt erst recht. Und wir wollen natürlich, dass uns jedes einzelne Mitglied erhalten bleibt und wir weiterhin einen starken Rückhalt haben.“