Möbel Pilipp wird 75: Frankens Einrichtungs-Imperium soll wachsen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.02.2024 16:00

Möbel Pilipp wird 75: Frankens Einrichtungs-Imperium soll wachsen

Norbert Pilipp ist seit 1975 Teil der Pilipp-Firmen-Gruppe, seit 1988 leitet er die Firma. Für seine Tätigkeiten als Unternehmer erhielt der 75-Jährige mehrere Auszeichnungen. (Foto: Laura Nadler)
Norbert Pilipp ist seit 1975 Teil der Pilipp-Firmen-Gruppe, seit 1988 leitet er die Firma. Für seine Tätigkeiten als Unternehmer erhielt der 75-Jährige mehrere Auszeichnungen. (Foto: Laura Nadler)
Norbert Pilipp ist seit 1975 Teil der Pilipp-Firmen-Gruppe, seit 1988 leitet er die Firma. Für seine Tätigkeiten als Unternehmer erhielt der 75-Jährige mehrere Auszeichnungen. (Foto: Laura Nadler)

„Früher habe ich Orangenkisten geschleppt“, sagt Norbert Pilipp. Heute ist er Inhaber und Chef der Pilipp-Firmen-Gruppe – einem der größten Arbeitgeber der Region. 2024 soll für das Unternehmen ein ganz besonderes Jahr werden.

Er lässt sich lässig in seinen schwarzen Ledersessel fallen und plaudert. Norbert Pilipp macht einen unaufgeregten Eindruck – dabei hätte er allen Grund zur Aufregung: Am 1. Februar feierte sein Unternehmen, das er seit mittlerweile knapp 36 Jahren leitet, 75-jähriges Jubiläum. Auf den Tag genau im Jahr 1949 gründete sein Vater, Adalbert Pilipp, die Firma „Sperrholz Pilipp“ – als einen Ein-Mann-Betrieb und für Wellblechhüttenverkauf.

„Mein Vater hat die Platten noch mit Militärfahrrädern ausgeliefert“, blickt der 75-jährige Norbert Pilipp auf die Anfänge der Unternehmensgeschichte zurück. Das erste Firmengebäude entstand in der Oberhäuserstraße, anschließend siedelte man um in die Hospitalstraße, dann in die Bahnhofsstraße und schließlich in die Weidenstraße, die heute Adalbert-Pilipp-Straße heißt.

Seit 1975 im Unternehmen Pilipp tätig

„Früher waren hier noch Kornfelder. Ich bin immer mit meinem Fahrrad darüber gefahren“, sagt Pilipp und lacht. 1954 wurde in Ansbach das erste Einrichtungshaus der Familie eröffnet. Dass der 75-Jährige irgendwann das Unternehmen seines Vaters übernehmen wird, war schnell klar. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und ist seit 1975 Teil der Firma.

In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem, das weit über die Grenzen Ansbachs hinaus bekannt wurde. 1988 folgte dann ein einschneidendes Erlebnis: „Mit gerade einmal 65 Jahren ist mein Vater verstorben. Ich war noch keine 40 Jahre alt, als ich das Unternehmen übernommen habe“, erzählt Norbert Pilipp, der im Jahr 2002 schließlich auch den ehemaligen Möbel-Krüger-Standort in Bindlach bei Bayreuth übernommen hat.

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Nach und nach formte der heute 75-Jährige aus dem einstigen Ein-Mann-Betrieb ein Unternehmen mit mehr als 900 Mitarbeitenden an drei verschiedenen Standorten. Zur Firmengruppe zählen neben den Möbelhäusern in Ansbach, Bindlach und Bamberg auch ein Küchenstudio in Burgoberbach, die Pilipp Holzwerkstoffe sowie die Sühac Türen GmbH in Brodswinden.


„So eine Zeit habe ich noch nie erlebt.“

Norbert Pilipp

Im Jahr 2004 stieg schließlich Tochter Sandra Pilipp ins Unternehmen ein. Seit 2013 ist die studierte Betriebswirtschaftlerin Geschäftsführerin für Marketing. „Mein Papa hat mir alles vorgelebt. Vor allem auch wie man mit den Mitarbeitenden umgeht“, erzählt die 50-Jährige, die am 1. April ihr 20-jähriges Jubiläum bei Möbel Pilipp feiert.

Die Freude über das 75-jährige Bestehen der Firmengruppe ist zwar groß. Dennoch könnten die Aussichten laut Pilipp etwas rosiger sein: „So eine Zeit wie aktuell habe ich noch nie erlebt. Kosten und Energie sparen. Das ist die einzige Möglichkeit, um zu überleben. Jetzt kommt es darauf an, wie man in den letzten Jahren gewirtschaftet hat“, wird der Unternehmer des Jahres von 2002 deutlich.

„Das Umsatzlevel von vor Corona ist noch lange nicht erreicht. Davon sind wir noch sehr weit entfernt. Die Welt hat sich seit der Pandemie verändert“, so Pilipp. Hinzu kommt, dass sich die Firmengruppe gerne vergrößern möchte, aber nicht dürfe: „Hier in Ansbach ist seit Jahren der Bau eines SB-Markts geplant. Das wird aber nicht genehmigt, weil der Bedarf dafür bereits gedeckt sei“, bedauert der Firmenchef.

Trotz der aktuellen Herausforderungen soll das Jahr 2024 gebührend gefeiert werden. Am Jubiläumstag, gab es bereits eine kleine Feier mit den Mitarbeitenden. Laut Sandra Pilipp wird es aber auch noch die ein oder andere Überraschung für die Kundschaft geben.

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